herbicid

Unbekanntes Herbizidverbot

  • Monika Jung
  • 5

herbicidUm den Schutz des Trinkwassers und der Gewässer zu gewährleisten, ist die Anwendung von Unkrautbekämpfungsmitteln im Bereich von Wegen und Plätzen verboten. Diese Bestimmungen werden von den Unterhaltsdiensten der Gemeinden immer besser beachtet, jedoch sind sie jedem zweiten Privatgartenbesitzer unbekannt, zeigt eine Untersuchung des Bundesamtes für Umwelt BAFU.

Seit 2001 besteht in der Schweiz zum Schutz des Grund- und Trinkwassers ein generelles Anwendungsverbot für Herbizide auf und an Strassen, Wegen und Plätzen, weil die Substanzen dort leicht aus- und abgewaschen werden und in die Gewässer gelangen. Eine Umfrage bei privaten Gartenbesitzerinnen und -besitzern, die von der Stiftung sanu im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU durchgeführt worden ist, hat ergeben, dass rund 50 Prozent noch nie vom Herbizidverbot gehört haben. Von den anderen 50 Prozent bezeugte jede fünfte Person, Herbizide trotz Kenntnis des Verbotes weiter zu verwenden. Auch wenn es sich dabei nur um kleine Mengen an Spritzmitteln handelt, soll laut BAFU alles unternommen werden, um dies möglichst zu reduzieren.

Stiftung sanu

Bild: Rasbak

5 Kommentare

  • Walter Manfred

    Geschätzte Damen und Herren
    Ich glaube, Frau Dobler hat durchaus recht. Es wäre wieder mal an der Zeit, diese Gesetze zu striegeln und ihnen mehr zum Durchbruch zu verhelfen. Doch was tun, wenn sich Gemeinden und Kantone zusammen mit der SBB und der fast gesamten Weinwirtschaft und den Intensivlandwirten zu einer Interessengemeinschaft verbinden und sich selbst sicherlich nicht im Fehler sehen.

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  • Dobler Gross Christine

    Doch doch, Herr Meyer, ich habs schon begriffen, aber das Unwissen betr. Herbizidverbot wundert mich nicht, hat das Gesetz den Herbizideinsatz auf Wegen und Plätzen erst 10 Jahre lang nur den Gemeinden verboten, während die Privaten weiter gifteln durften. Abgesehen davon lässt sich der Vollzug kaum kontrollieren, Totalherbizide können bei jedem Grossverteiler gekauft werden. Ein Witz. Ich bin übrigens gegen jeglichen Gifteinsatz.

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  • Sebastian Meyer

    die zwei Kommentierenden Frauen habens nicht begriffen. Schade. Aber genau das ist doch das Problem: Wer ein Gesetz nicht begreift, hält es nicht ein, vergisst es, hält es weiter nicht ein und begreift es weiter nicht. Genau da gehörte eine Kontrollinstanz hin, die auch Sanktionen aussprechen und durchsetzen kann, zum Beispiel die Umweltschutzbehörden. Natürlich wäre es noch viel einfacher, alle Herbizide aus den Verkaufsregalen zu verbannen und jegliche Anwendungen nur noch von ausgebildetem und kontrolliertem Fachpersonal ausführen zu lassen. Dann kämen wieder gewisse Leute und würden das wieder nicht begreifen, warum sie plötzlich nicht mehr selber gifteln dürfen, wo sie doch ihr Leben lang gegiftelt haben. Genau deshalb sind die meisten Schrebergärten die schlimmsten Giftdeponien. Übrigens: Gift ist in den wenigsten Fällen sinnvoll. Fast immer gibt es auch andere Möglichkeiten, etwas Unliebes loszuwerden oder einzudämmen.

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  • lisa moser

    dem kommentar von christine tobler gross schliesse ich mich voll und ganz an!

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  • Dobler Gross Christine

    Ist ja klar, wird dieses Herbizidverbot nicht umgesetzt, bei einer solchen Gesetzgebung: im eigenen Garten erlaubt, 5 Meter daneben verboten, und in jedem Fachgeschäft erhältlich…wie soll so etwas funktionieren???? Gruss an den Gesetzgeber!
    Christine Dobler Gross

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