© CIPRA International
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Unabhängige Alpen

  • Monika Jung
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Die Klimapolitik verharrt in Erstarrung. Am Weltklimagipfel in Mexiko von Ende November sollen lediglich Eckpunkte eines Abkommens zur Reduzierung der Treibhausgase diskutiert werden. Die Staaten winden sich in Ausflüchten, anstatt verbindliche Ziele festzulegen. Und die globalen Temperaturen steigen weiter an.

Die Alpen sind besonders betroffen vom Klimawandel. Immer mehr Regionen in den Alpen setzen deshalb auf «Energieautarkie». Es gibt allerorten Ansätze, diesen Weg einzuschlagen, wie die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA in ihrer alpenweiten Studie cc.alps feststellt. Beispielsweise hat das Parlament des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg beschlossen, dass die Region bis 2050 energieautark werden soll. In der Schweiz haben die Regionen Goms oder Toggenburg ähnliches vor.

Kern der Konzepte ist es, den Bedarf durch regionale, erneuerbare Energieträger zu decken, Energie zu sparen und sie effizienter zu nutzen. Für die CIPRA steht fest: Wer diesen Weg zu einer energieautarken Region konsequent beschreitet, verändert das Gesicht und die Strukturen seiner Region umfassend – zum Nutzen der Umwelt, der eigenen Wirtschaft und der Gesellschaft. Die Forderung der CIPRA lautet deshalb: Die Alpen sollen bis 2050 energieautark werden – mit allem, was dazu gehört. Wichtig auf dem Weg in die «Energieautarkie» sind umfassende Konzepte. «Man kann nicht nur auf erneuerbare Quellen setzen, sondern muss sich auch mit einem effizienten und sparsamen Umgang mit Energie beschäftigen», hält Andreas Götz, Geschäftsführer von CIPRA International fest. Dabei spielen Mobilität, Raumplanung und das Bauwesen eine zentrale Rolle. Götz betont auch, dass Interessensgruppen und die Bevölkerung in die Entscheidung und Verwirklichung einbezogen werden müssen: «Nachhaltigkeitskonzepte haben nur Erfolg, wenn sie breit akzeptiert sind.»

Weitere Informationen (Studie cc.alps)

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