Der Bau von Kleinkraftwerken soll zukünftig nicht mehr vom Staat unterstützt werden. Damit soll dem weiteren Verbau der wenigen verbleibenden, nicht beeinträchtigten Fliessgewässer entgegengewirkt werden. | © Quadra7677  [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
Der Bau von Kleinkraftwerken soll zukünftig nicht mehr vom Staat unterstützt werden. Damit soll dem weiteren Verbau der wenigen verbleibenden, nicht beeinträchtigten Fliessgewässer entgegengewirkt werden. | © Quadra7677 [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Umweltverbände beschwerten sich oft zu Recht

  • Nora Kieselbach
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Wie das Bundesamt für Umwelt BAFU mitteilt, haben 2011 die 28 beschwerdeberechtigten Umweltorganisationen in der Schweiz insgesamt 71 erledigte Beschwerdefälle gegen 63 verschiedene Vorhaben gemeldet; 55 Prozent der Beschwerden wurden dabei ganz oder teilweise gutgeheissen. 2010 hatten die Umweltorganisationen noch 63 erledigte Beschwerdefälle gemeldet, wobei 54 Vorhaben betroffen waren.

2011 wurden in 42,5 Prozent der Fälle die Beschwerden vollumfänglich und in 12,5 Prozent teilweise gutgeheissen. Abgewiesen wurden 25,5 Prozent der Beschwerden. In 5,5 Prozent der Fälle wurden die Beschwerden mit einer anschliessenden Vereinbarung zurückgezogen, in 7 Prozent ohne Vereinbarung. Bei weiteren 7 Prozent erwiesen sich die Beschwerden als gegenstandslos, weil das Baugesuch zurückgezogen oder abgeändert wurde.

Im Bereich der erneuerbaren Energien haben die Umweltorganisationen gegen vier Vorhaben Beschwerde erhoben. Dabei wurde eine Beschwerde teilweise gutgeheissen. Eine Beschwerde wurde abgewiesen, auf eine wurde nicht eingetreten und eine Beschwerde wurde mit einer Vereinbarung zurückgezogen. Es handelte sich bei den Vorhaben um Wasserkraftwerke, drei davon waren Kleinwasserkraftwerke.

Weitere Informationen
Verbandsbeschwerde

Bundesamt für Umwelt BAFU

Bild: heartbeaz (Wikimedia Commons)

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