laubeggfall

Laubeggfall retten

  • Monika Jung
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laubeggfallDie Umweltorganisationen WWF, Pro Natura Bern, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz sowie die betroffene Fischerei Pachtvereinigung Spiez setzen sich für einen natürlichen Laubeggfall ein. Sie reichen deshalb Beschwerde ein gegen die Konzession für ein neues Kleinwasserkraftwerk in der Simme, das den markanten Wasserfall nutzen will. Sie fordern deutliche Verbesserungen beim geplanten Kraftwerk.

Die zu den BKW gehörenden Simmentaler Kraftwerke AG planen ein Kleinwasserkraftwerk an der Simme unterhalb Zweisimmen, um das Gefälle des Laubeggfalls zu nutzen. Dadurch würde der einzige Wasserfall der Simme ausserhalb des Quellgebiets beeinträchtigt. Und ein potenzielles Laichgebiet der stark gefährdeten Seeforelle unterhalb des Falls zerstört. Der Regierungsrat des Kantons Bern hat am 1. Dezember die dazu nötige Konzession erteilt.

„Die Konzession basiert auf ungenügenden Grundlagen und sie zeugt von einer mangelhaften Interessenabwägung“, sagt WWF-Wasser-Experte Daniel Heusser. So werden weder ein alternatives Restwasserregime noch eine Wasserrückgabe unterhalb des Falls den wirtschaftlichen Interessen gegenübergestellt. Die Organisationen bemängeln, dass die Bundesgesetzgebung im Bereich Fischerei, Gewässerschutz, Raumplanung und Natur- und Heimatschutz nicht korrekt angewendet wurden. Aus Sicht der Umweltorganisationen werden mit dem Kraftwerksprojekt der Laubeggfall und ein wertvoller, unverbauter Gewässerabschnitt im Kanton Bern gefährdet. Sollte das Kleinwasserkraftwerk wie geplant realisiert werden, muss es aus Sicht des Natur- und Landschaftsschutzes deutlich verbessert werden. Dazu gehören namentlich eine Wasserrückgabe bereits unterhalb des Wasserfalls, eine Erhöhung und saisonale Anpassung der Restwassermenge, einen Bypass, um plötzliche Wasserstands-Schwankungen zu vermeiden sowie angemessene Ersatzmassnahmen.

Weitere Informationen SL

Pro Natura Bern

WWF Bern

Bild: Fritz Leuzinger

Aga - Trigon Film

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