© Aah-Yeah, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
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Umfassende Sanierung in Walliser Deponie gefordert

  • Amanda Buol
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Die Sanierung der Chemiemülldeponie in Gamsenried, Wallis, kommt endlich ins Rollen. So muss die Firma Lonza die Schadstoffbarrieren überwachen und Detailuntersuchungen machen. Alle gefährlichen Stoffe, unter anderem Quecksilber, müssen beseitigt werden.

Die Walliser Deponie Gamsenried, die Abfälle der Firma Lonza enthält, ist durch unterschiedliche Schadstoffe belastet. Seit 1990 wird das Grundwasser am Deponierand abgepumpt und  in der Kläranlage der Lonza AG behandelt. Da die Schadstoffwerte im Wasser nur langsam abnehmen, wollte die Lonza AG durch eine erhöhte Infiltration des Wassers die Schadstoffe auswaschen.

Die Dienststelle für Umweltschutz (DUS) des Kanton Wallis stellt nun an die Firma Lonza die Forderung einer umfassenden Detailuntersuchung, damit ein geeignetes Sanierungsprojekt erstellt werden kann. Denn gemäss der Schätzungen der Firma Lonza lagern auf der Deponie 63 Tonnen Quecksilber. Deshalb soll abgeklärt werden, ob durch eine Erhöhung der Infiltrationsrate das Quecksilber mobilisiert werde, so die DUS. Dies könne nach neuen Erkenntnissen nicht ausgeschlossen werden. Deshalb müsse die vorgesehene Sanierungsmethode überdacht werden.

Die Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz (AefU) und der WWF Oberwallis begrüssen die Forderungen der DUS gegenüber der Lonza. Die Verstärkung der Barrieren, die Überwachung der Umwelteinwirkungen und die geforderten Detailuntersuchungen gehen in die richtige Richtung. Die AefU und der WWF haben die Gefahren rund um die Giftmülldeponie Gamsenried schon im Oktober 2015 thematisiert und die Pläne von Lonza als Billigsanierung kritisiert.

«Das Quecksilber und die organischen Schadstoffe im Grundwasser stellen eine Gefahr für die Gesundheit für Menschen und Umwelt dar»

AefU-Geschäftsleiter Martin Forter

Die AefU und der WWF Oberwallis forden deshalb einen vollständigen Aushub des Sondermülls. Sie erwarten, dass die Deponie sofort gesichert und das Grundwasser wenigstens provisorisch geschützt werde.

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