Tüpfelsumpfhuhn

Umfahrung Neeracherried: erneute Prüfung

  • Dominique Haiden
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TüpfelsumpfhuhnDie Volkswirtschaftsdirektion will zusammen mit den betroffenen Gemeinden die Varianten für die Verlegung der Strassen im Neeracherried neu diskutieren. Dies wurde an einer Aussprache zwischen Regierungsrat Ernst Stocker, der Gemeindepräsidentin von Höri sowie den Gemeindepräsidenten von Neerach und Niederglatt am 5. Mai 2011 beschlossen. Die Resultate sollen bis Ende 2011 vorliegen und gegebenenfalls in den laufenden Revisionen des kantonalen und des regionalen Richtplans berücksichtigt werden.

Das Amt für Verkehr hatte in den Jahren 2007 bis 2009 in einer ZMB die Varianten zur Verlegung der Strasse aus dem Neeracherried untersucht. Die vorgeschlagene Bestvariante wurde von den umliegenden Gemeinden wegen ungenügender Siedlungsverträglichkeit und einer ungenügenden regionalen Betrachtung der Verkehrssituation abgelehnt. Andere umweltverträgliche Varianten beurteilt der Kanton als unverhältnismässig teuer. Die Volkswirtschaftsdirektion hatte deshalb anfangs 2010 beschlossen, auf die Strassenverlegung zu verzichten und stattdessen die Strasse in der heutigen Lage zu sanieren (naturschutz.ch berichtete). Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und der ZVS/BirdLife Zürich wehrten sich dagegen.

Am 4. Oktober 2010 verlangte die Kommission für Planung und Bau des Kantonsrates mit einer Motion, dass der Regierungsrat einen Kredit für die Verlegung der Strassen im Neeracherried entsprechend dem kantonalen Richtplan vorzulegen habe. Mit Beschluss vom 19. Januar 2011 hatte sich der Regierungsrat bereit erklärt, das Anliegen in Form eines Postulates entgegen zu nehmen. Gleichzeitig hatten sich die drei am meisten betroffenen Gemeinden Höri, Neerach und Niederglatt mit einem Schreiben an Regierungsrat Stocker gewandt und darin ihr Interesse und ihre Bereitschaft bekundet, eine Lösung zu suchen. Diese soll sowohl den Interessen des Umweltschutzes als auch der Bevölkerung Rechnung tragen und finanzierbar sein.

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Kanton Zürich

Bild: Marek Szczepanek (Wikimedia Commons)

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