© LBV Landesbund für Vogelschutz in Bayern
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Uhu-Waise wieder in Freiheit entlassen

  • Judith Schärer
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Nach den vielen Schreckens-Meldungen der letzten Wochen über Umweltkriminalität in Bayern folgt endlich eine erfreuliche Nachricht. Nach einer mehrwöchigen Regenerationszeit konnte ein verwaister Jung-Uhu wieder in die Freiheit entlassen werden.

Die Mutter des jungen Uhus wurde im Juni gezielt getötet. Das streng geschützte Tier hatte einen Köder aufgenommen, der mit dem hochtoxischen und seit Jahren EU-weit verbotenen Kontaktgift Carbofuran präpariert war. Beim Fund des Tieres fiel sofort sein ausgeprägter Brutfleck auf, so dass Mitglieder des LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) sich auf die Suche nach möglichen Jungtieren machten. Nach einigem Suchen wurden sie fündig und konnten den halb verhungerten Jungvogel der bedrohten Art in die LBV-Vogelstation in Regenstauf bringen. Dort wurde der Jungvogel während den letzten Wochen gepflegt und konnte nun feierlich wieder in die Freiheit entlassen werden, wie der LBV mitteilt.

Kriminalfälle immer noch ungelöst

Kaum ein Monat vergeht ohne eine neue Nachricht über Umweltkriminalität in Bayern: Abgetrennte Luchspfoten, ertränkte Fischotter, ein abgebranntes Sumpfohreulennest, gestutzte Flügel von Wiesenweihen und ein geschossener Jung-Uhu (wir berichteten). Die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf zeigt mit der Auswilderung des jungen Uhu die „rote Karte“ für Umweltstraftäter. „Kriminelles Verhalten ist nicht hinnehmbar. Die zuständigen Ermittlungsbehörden müssen alles Notwendige unternehmen, um diese Taten so schnell wie möglich aufzuklären. Dabei erhalten die Ermittler durch die Naturschutzbehörden jede benötigte Unterstützung.“

 

1 Kommentar

  • Ferdi Projer

    diese Schandtaten von absolut primitivem Verhalten sind von
    Behörden und Umwelt- Organisationen mit allen Mitteln zu verhindern.
    Wenn Behörden nicht dazu fähig sind diesem Tun ein Ende zu setzen,
    sollten sich Freiwillige organisieren und einen Ueberwachungsdienst
    stellen.

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