Überraschendes Otter-Comeback in den Alpen

  • Monika Jung
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fischotterFischotter stellen Forscher vor ein großes Rätsel: Jahrzehntelang galten sie fast als ausgestorben, jetzt breiten sie sich wieder aus, ganz ohne menschliche Hilfe. In den Alpen fühlen sich die schwimmenden Räuber schon wieder pudelwohl, wie Spiegel online berichtet.

Lange Zeit zeigte die Verbreitungskarte der Marderart einen grossen weissen Fleck genau über dem Alpenraum. In der Schweiz ging der Bestand trotz Jagdverbot so stark zurück, dass der Fischotter als ausgestorben gilt. Grund dafür ist die Veränderung des Lebensraums, wie die Verbauung und Trockenlegung von Gewässern. Jetzt ist Lutra lutra, der Fischotter aber in die Alpen zurückgekehrt und keiner weiss exakt wieso. Das soll nun aber genauer geklärt werden, bei einem bisher einzigen Forschungsprojekt in der österreichischen Obersteiermark. Einer Otterdame wurde ein Peilsender eingepflanzt und seitdem können ihre Bewegungen genau verfolgt werden und damit werden einige Fragen geklärt: Wie groß ist zum Beispiel das Revier eines Fischotters in einer Alpenlandschaft? Wo jagen sie bevorzugt, und wo verbringen die nachtaktiven Räuber den Tag?

Auch ein Schweizer Forschungsprojekt widmet sich seit Mai 2010 dem Fischotter und untersucht, wie das ideale Revier eines Otters aussehen muss. Dadurch hoffen die Forscher/innen dazu beizutragen, Bedingungen im Schweizer Alpenraum zu schaffen, die die Rückkehr des Otters ermöglichen. Wie CIPRA alpMedia berichtet, wird vermutet, dass durch das Verbot des Umweltgifts PCB, das die Fortpflanzung der Tiere hemmte, und das leicht zugängliche Nahrungsangebot in künstlichen Teichen der Otter in die Alpen zurückkehrt.

Pro Lutra

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