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Trauriges Ende für Jäger und Beute

  • Judith Schärer
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Der Jäger wurde selber zur Beute: Ein Luchs, der ein Lamm greifen wollte, verhedderte sich dabei fatalerweise in einem Weidezaun. Der auf Platz gerufene Wildhüter konnte nur noch den Tod beider Tiere feststellen.

Oberhalb von Ardon im Kanton Wallis vollzog sich am Mittwoch Dramatisches, wie „le nouvelliste“ berichtet. «Stützt man sich nur auf eine kurze Bildbetrachtung könnte man meinen, es handle sich um die in flagranti gemachte Aufnahme eines soeben ein Lamm raubenden Luchses», schrieb die Zeitung am Mittwochabend über ein eingereichtes Leserfoto. Tatsächlich bewegte sich nichts mehr, als das Foto gemacht wurde. Nachdem der Luchs das Lamm gefasst hatte, verfing er sich selber im Weidezaun und verendete klägich. Der auf Platz gerufene Wildhüter konnte nur noch den Tod beider Tiere feststellen.

Herdenbesitzer Jean-Pierre Udry hat geahnt, dass im Gebiet bei Ardon seit Tagen etwas umherschlich, wird er von «lenouvelliste.ch» zitiert. «Das Verhalten der Tiere war ungewöhnlich», meinte er, ohne allerdings an einen Luchs zu denken. Dem Besitzer wird der traurige Fund noch lange im Gedächtnis bleiben.

Weidezäune werden zu Fallen

Die Netze sorgen dafür, dass Weidetiere nicht entweichen und ungebetene Gäste nicht eindringen können. Für Wildtiere hingegen stellen Zäune oftmals unnatürliche Grenzen in ihrem Lebensraum dar. Je nach Zauntyp und Standort des Zaunes können sie unüberwindbar sein oder aber gefährliche Fallen darstellen.

1 Kommentar

  • Christine Dobler Gross

    Es gibt unterschiedliche Zäune, die einen sind sehr viel gefährlicher für Tiere, die sich darin verheddern können (Flexinet), als die andern (Easynet). Letztere sind auch vom Tierschutz empfohlen – halt ein wenig teurer. daran wird’s liegen, das man nicht diesenimmt, traurig. Alle diese orangen Zäune, die zudem noch oft nicht korrekt aufgestellt sind, stellen eine grosse Gefahr für Wildtiere und Haustiere dar.

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