Torffreie Ostern

  • Caroline Nienhuis
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moor2Pro Natura ruft alle Hobbygärtner und -gärtnerinnen auf, beim Kauf der Gartenerde für den Hobby-Gartenbau auf torffreie Produkte zu setzen. Torfabbau zerstört wertvolle Moorlandschaften und sorgt für die Freisetzung von Treibhausgasen. Die Schweiz importiert mindestens 150’000 Tonnen Torf pro Jahr, hauptsächlich aus dem Baltikum und anderen osteuropäischen Ländern.

Dieser Tage machen sich tausende Hobby-Gärtnerinnen und -gärtner auf, ihre Gärten und Balkone bereitzumachen. Und damit werden Tonnen von Torf aus europäischen Moorlandschaften über den Ladentisch gehen. Der Hobby-Gartenbau kann ohne Qualitätseinbussen mit torffreien Produkten betrieben werden. Zum Start der Gartensaison appelliert Pro Natura an alle Konsumenten von Gartenerde, ihren Bedarf an Erde mit torffreien Produkten zu decken. Ein Blick auf die Produktbezeichnung vor dem Kauf verschafft Klarheit.  Mirjam Ballmer, Projektleiterin Naturschutzpolitik bei Pro Natura, ist überzeugt, dass jeder Einzelne mit dem Verzicht auf Torf im Hobby-Gartenbau einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Moore und der Biodiversität in Europa leisten kann.

Die Schweiz hat im Zuge der Rothenthurm-Initiative den Torfabbau zum Schutz der besonderen Lebensräume Moore seit bald 30 Jahren verboten. Dennoch importiert die Schweiz nach konservativen Schätzungen jährlich 150’000 Tonnen Torf und belastet ihre Klimabilanz mit zusätzlichen 280’000 Tonnen CO2-Äquivalenten.

Pro Natura

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