Todesurteil für M13?

  • Corinna von Kürthy
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Nachdem M13 erst vergangene Woche aufgrund von vermutlich für ihn bestimmten vergifteten Ködern für Schlagzeilen gesorgt hatte (siehe naturschutz.ch vom 12. November), herrscht aktuell wieder grosse Aufregung im Bündner Südtal Puschlav. Berichten von Südostschweiz.ch zufolge drang M13 am Montag- und Dienstagabend auf rund 1700 Metern in ein Ferienhaus ein und veranstaltete dort auf der Suche nach Nahrung ein grosses Durcheinander. Da das Haus nur an Wochenenden bewohnt wird, waren zu diesem Zeitpunkt jedoch keine Menschen anwesend. Aufgrund der Vorkommnisse der letzten Monate ist M13 in den Augen der Behörden ein Problembär. Aus diesem Grund treffen sich heute der eidgenössische Jagdinspektor Reinhard Schnidrig und der Bündner Regierungsrat Mario Cavigelli im Puschlav. Es sollen alle Aktivitäten von M13 in den letzten 5 Monate zusammengetragen und diskutiert werden. Man kann nur hoffen, dass M13 nicht das gleiche Schicksal ereilt wie JJ3, dem 2008 seine mangelnde Scheu vor Menschen zum Verhängnis wurde. Wird der Problembär M13 nun als Risikobär eingestuft, wäre dies sein Todesurteil.
Die aktuellen Diskussionen und auch die vergifteten Köder der letzten Woche zeigen wieder einmal deutlich, dass es in der Schweiz noch sehr viel mehr Aufklärungsarbeit braucht, damit ein Zusammenleben von Bär und Mensch wieder möglich wird.

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Bild: Alisdair McDiarmid [CC-BY-2.0] via Wikimedia Commons

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