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Öko-Tipps zu Weihnachten

  • Gavino Strebel
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weihnachts sternWeihnachten, ein schönes Fest mit den Liebsten daheim,  kann für die Natur zur Belastung werden. Alle Jahre wieder quellen Abfallsäcke und Container über: Weihnachten, das „Fest der Liebe“, wird zur Abfallorgie. naturschutz.ch hat für Sie Tipps zusammengetragen, wie Sie sich auch an Weihnachten möglichst ökologisch verhalten können. Eine Fülle an Tipps für „umweltfreundliche Weihnachten“ finden Sie auf der Hompage des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) oder hier.

Tipps zum Weihnachtsbaum

Verschiedene Gemeinden und Tourismusvereine bieten zu Beginn des neuen Jahres das «Weihnachtsbaumverbrennen» an. Umrahmt von urchigen Treichler-Klängen, Glühwein und Bratwurst verbrennt die Feuerwehr fachkundig die ausgedienten Bäume. Diese Veranstaltungen sind zwar lustig und spektakulär, doch für die Umwelt nicht unbedingt ein Segen.

Meist sind Äste und Stamm noch ungenügend abgedorrt und es entsteht beim Verbrennen viel Rauch. Um diesen zu minimieren, müsste der Baum idealerweise bereits ein Jahr Trocknungszeit hinter sich. Aber wer bewahrt schon seinen alten Tannenbaum ein Jahr lang im Schopf auf? Und wer hat überhaupt den Platz dazu? Das Verbrennen der Bäume fällt zudem in eine Zeit, in welcher meteorologische Inversionslagen vorherrschen. Schadstoffe werden in diesen Wetterlagen besonders in den bodennahen Luftschichten angereichert, was zu einer höheren Feinstaubbelastung führt, dem sogenannten Wintersmog.

Oft sind Bäume auch mit Schmuckmaterial wie Lametta, Engelshaar oder Dekorationsspray verschmutzt, welche beim Verbrennen giftige Emissionen und Schadstoffe erzeugen. Der ausgediente Weihnachtsbaum gehört deshalb besser auf den Kompost. Klein gehäckselt und mit Küchenabfällen gemischt bietet er optimale Bedingungen für Mikroorganismen und Käfer. Wer keinen eigenen Kompost hat, kann seinen Tannenbaum der Grünabfuhr der Gemeinde mitgeben oder auf deren Entsorgungsstelle bringen.

Egal für welche der oben genannten Entsorgungen: In allen Fällen muss der Baum frei von jeglichem Schmuckmaterial sein. Ansonsten gehört er zwingend kleingehackt in den Kehrichtsack.

Wer noch mehr für die Umwelt tun will kauft einen FSC-Weihnachtsbaum. Das Label steht für umwelt- und sozialverträgliche Waldwirtschaft. Für Bäume, die in einer Gärtnerei oder auf landwirtschaftlichen Flächen gezogen werden, braucht es oft Herbizide und Fungizide. Darum ist es besser, den Baum beim Förster in der eigenen Gemeinde zu kaufen. Diese Bäume sind im nahen Wald gewachsen und verursachen durch ihre kurzen Transportwege die geringste Umweltbelastung.

NABU

WWF

PUSCH

Weitere Informationen in Artikel des Beobachter Natur

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