© catlovers [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Tigerbestand erholt sich langsam    

  • Amanda Buol
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Die Population der Tiger steigt und liegt laut aktuellsten Daten bei 3890 Tieren. Die Gefahr für die gestreifte Raubkatze ist aber noch nicht gebannt.

Es leben wieder mehr Tiger in der Wildnis, wie die aktuellsten Daten der Weltnaturschutzunion IUCN und nationale Tigerzählungen zeigen. Waren es im Jahr 2010 noch 3200 Tiger, stieg die Anzahl seither auf 3890 Tiere. Das entspricht einer Zunahme von rund 20 Prozent. Der Anstieg ist auf Tiger in Indien, Russland, Nepal und Buthan, auf erhöhte Schutzbemühungen, aber auch auf präzisere Zählmethoden zurückzuführen.

Nach Jahrzehnten, in welchen die Zahl der Tiere immer mehr abnahm, ist es das erste Mal, dass sie wieder steigt. Das wecke grosse Hoffnungen und zeige, dass bei einer Zusammenarbeit von Regierungen, Artenschützern und lokalen Bevölkerung Arten und ihre Lebensräume geschützt werden können, sagt Doris Calegari, Artenschutzexpertin beim WWF Schweiz.

Die neusten Zahlen haben der WWF und das Global Tiger Forum anlässlich der am Dienstag beginnenden Tigerkonferenz in New Dehli bekannt gegeben.Es ist die dritte Regierungskonferenz seit 2010. In der Ersten beschlossen die 13 Tigerstaaten, die Zahl der Tiger bis im Jahr 2022 zu verdoppeln. Nun brauche es einen umfassenden Aktions-Plan für die nächsten sechs Jahre, sagt Calegari. Die Abnahme der Bestände konnten zwar gestoppt werden, ihr Überleben sei deswegen aber noch nicht gesichert. Besonders im südöstlichen Teilen Asiens tun die Regierungen noch zu wenig.

Der Lebensraum des Tigers schwindet, weil immer mehr Wälder abgeholzt, mit Industrie verbaut oder in Landwirtschaftsflächen umgewandelt werden. Zudem wird die Raubkatze gezielt von Wilderern gejagt. Körperteile wie Knochen, Penisse, Haut und Zähne werden für die traditionelle Medizin verwendet und Felle gelten als besondere Trophäen.

1 Kommentar

  • Marco Kummer

    unbedingt Petition unterschreiben!! TIERTROPHÄEN: KEINE EINFUHR IN UND KEINEN TRANSIT DURCH DIE SCHWEIZ! auf http://www.oceancare.org

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