Tierversuche: Traurige Bilanz

  • Dominique Haiden
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JS-KaninchenimKfigWährend die Haltung von Heimtieren in der Schweiz gesetzlich streng geregelt ist, lässt man in Tierversuchen jährlich hunderttausende von Tieren unerträgliche Qualen leiden. Statt Tierversuche durch existierende Alternativen zu ersetzen, nimmt die Zahl der Tiere, die für besonders grausame Experimente herhalten müssen, jedes Jahr zu.

Jedes Jahr werden in der Schweiz über 700`000 Tiere in Tierversuchen verbraucht. Weltweit sind es jährlich über 115 Millionen Tiere, die in belastenden Versuchen in industriellen Labors, Universitäten und weiteren Forschungseinrichtungen ihr Dasein fristen. Erschreckend auch der zu verzeichnende Anstieg in den stark kritisierten  Schweregraden 2 und 3, also den Versuchen, in denen Tiere besonders stark leiden müssen. Im Vergleich zum Vorjahr ist gemäss eidgenössischer Tierversuchsstatistik 2010 insbesondere im Schweregrad 3, bei den schwerstbelastenden Eingriffen, eine massive Zunahme zu verzeichnen, nämlich um 1950 Tiere.

Das Paradoxe daran: Der Grossteil der Experimente ist für die Tiere mit starkem Leiden, Schmerzen, Ängsten und dauerhaften Schäden verbunden. Genau davor möchte das Schweizer Tierschutzgesetz alle Wirbeltiere eigentlich schützen – die grosse Ausnahme macht es aber bei den Versuchstieren.

Spätestens hier muss man sich die Frage stellen, wieso derart belastende Tierversuche überhaupt noch gemacht werden und nicht durch existierende Alternativen ersetzt werden. Wir müssen uns auch fragen, ob wir weiterhin unsere Steuergelder den Versuchstier-Forschern zur Verfügung stellen wollen, die uns kaum darüber aufklären, wie sie die Versuchstiere halten und was für Versuche sie zu welchem Zweck durchführen.

Weitere Informationen

Schweizer Tierschutz STS

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