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Tiere in veganen Lebensmitteln

  • Eliane Küpfer
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Ein Gelatine als Vitaminträger im Orangensaft und Schweineborsten im Brot. Hätten sie gewusst, dass auch in diesen verneindlich vegetarischen Lebensmitteln Zutaten tierischen Ursprungs stecken können? Bis jetzt müssen solche Zutaten oder Zusätze tierischen Ursprungs auf der Verpackung meist nicht angegeben werden.

Die vegane Gesellschaft Deutschland, der Vegetarierbund Deutschland (VEBU) und die Verbraucherorganisation foodwatch kritisieren dies und haben in Deutschland einen Gesetzentwurf für eine Kennzeichnungspflicht veganer und vegetarischer Produkte vorgelegt. Denn laut foodwatch ist es inakzeptabel, dass Menschen die tierische Lebensmittel aus ethischen, religiösen oder anderen Gründen ablehnen, keine Möglichkeit haben diese auch zu meiden. Selbst die Begriffe „vegan“ oder „vegetarisch“ sind irreführend, da sie juristisch nicht definiert sind.

Genau hier setzt die Forderung an. Laut foodwatch sollen in Zukunft Lebensmittel mit dem Aufdruck „vegetarisch“ gekennzeichnet sind keine Zutaten vom toten Tier enthalten und als „vegan“ gekennzeichnete Produkte dürfen gar keine Zutaten oder Zusätze tierischen Ursprungs enthalten – auch keine Ei- und Milchprodukte oder Honig. Zudem müssen Verunreinigungen, zum Beispiel durch die Nutzung derselben Produktionsfläche zur Herstellung von veganen bzw. vegetarischen und tierischen Lebensmitteln, ausgeschlossen werden.

Auch in der Schweiz ist die Situation unklar, zwar zeichnet sich beim Wein eine Kennzeichnungspflicht ab. Fruchtsäfte werden aber weiterhin mit Gelatine geklärt, daher schliesst sich auch die Vegane Gesellschaft Schweiz den Forderungen von Foodwatch an.

Weitere Informationen

foodwatch – versteckte Tiere

Vegane Gesellschaft Schweiz

Liste veganer Produkte

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