Tier des Jahres 2007 ist die Äsche

  • Redaktion Naturschutz
  • -

Das Pro Natura Tier des Jahres 2007 ist die Äsche. Eigentlich müsste es dem einheimischen Fisch in den Flüssen der Voralpen und im Mittelland wohl sein. Ist es aber nicht mehr. Stromproduktion und Flussverbauungen machen der Äsche das Leben schwer.
Flussabschnitte im Übergang von den Voralpen ins Tiefland, das ist die Heimat der Äsche. Im Kies legt die Äsche ihre Eier ab, wo sie zu Brütlingen reifen, die wiederum in den ruhigeren Uferzonen heranwachsen. Ausgewachsene Äschen schweben dann bevorzugt in der starken Strömung, von der sie sich Kleinkrebse und Insektenlarven in den Mund spülen lassen.
Dieses Mosaik an Lebensräumen ist in unseren Flüssen indes gestört. Schuld daran ist neben der Verbauung der Flüsse vor allem die Stromwirtschaft. Deren Stauwehre sind nicht nur häufig unüberbrückbare Hindernisse, sie bremsen auch die Strömung. Dadurch lagert sich Schlamm ab, verstopft die Sohle des Flusses und verunmöglicht so die Laichablage.
Die Stromproduktion kann ausserdem zu rasch und stark schwankenden Wasserständen führen. Wird so mit einem Mal viel Wasser abgelassen, werden Eier und junge Äschen ebenso wie andere Fische weggespült. Bereits kurze Zeit später kann der Hochwasserspuk wieder vorbei sein. Eier und Jungfische, die ihm trotzen konnten, finden sich unvermittelt auf dem Trockenen, wo sie zugrunde gehen. (sb)

Links zum Beitrag
Pro Natura

Beitrag kommentieren