Fischfang

Thunfisch kaum mehr zu retten

  • Gavino Strebel
  • -

FischfangAn der internationalen Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) in Doha wurde am Donnerstag 18. März faktisch das Todesurteil für den Blauflossenthunfisch gefällt: 72 Vertragsstaaten lehnten ein Handelsverbot für die stark bedrohte Thunfischart ab, 43 (darunter die Schweiz) hatten sich dafür ausgesprochen. „Nach diesem Entscheid ist der Blauflossenthunfisch kaum mehr zu retten“, erklärt Mariann Breu, Fischexpertin beim WWF Schweiz. Die Bestände sind aufgrund der hohen Nachfrage aus Japan (der Fisch wird für Sushi verwendet) dramatisch zurückgegangen. So ist die Blauflossenthunfisch-Population im Nordostatlantik nach Schätzungen des WWF um rund 85 Prozent eingebrochen. Der WWF ruft Restaurants, Detailhändler und Konsumenten weltweit dazu auf, keinen Blauflossenthunfisch zu kaufen oder zu konsumieren. Nur so ist es möglich, dass diese bedrohte Art überhaupt noch eine Überlebenschance erhält.

Weitere Informationen (WWF Schweiz)

Beitrag kommentieren