Tessiner Jäger legte die Gotthard-Bahnlinie lahm

  • Redaktion Naturschutz
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Mit Schüssen auf einen Graureiher und ein Wildschwein hat ein Tessiner Jäger die Gotthard-Bahnlinie lahm gelegt. Der Vorfall ereignete sich vor einigen Tagen in der Nähe von Lugano, als drei Männer im Wald spazierten. Als einer von ihnen einen Graureiher sah, bat er seinen Freund um das Jagdgewehr und feuerte einen Schuss ab. Den Reiher traf der Mann zwar nicht, dafür schreckte er eine Herde Wildschweine auf. Dann zielte er auf ein Wildschwein – und traf. Doch das Tier fiel eine Böschung hinunter und landete auf den Bahngeleisen. Um 12.53 Uhr brauste der Intercity Basel – Nizza heran, der nicht mehr bremsen konnte und gegen das tote Wildschwein prallte. Die Lokomotive wurde leicht beschädigt. Zwanzig Minuten lang stand der Zug still. Dem Schützen droht nun grosser Ärger. Er muss mit einer Strafanzeige und einer saftigen Busse rechnen. Auf den geschützten Graureiher hätte er gar nicht schiessen dürfen. Auf das Wildschwein auch nicht, da zum Tatzeitpunkt die Jagd nicht eröffnet war. Und über ein Jagdpatent verfügte er auch nicht.

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