Calumma, Tarzan-Chamäleon, bedroht

Tarzan ist dem Tod geweiht

  • Nora Kieselbach
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Java-Nashorn, Saola-Rind und Tarzan-Chamäleon: Das sind nur drei der 100 am stärksten vom Aussterben bedrohten Arten weltweit. Dies zeigt eine neue Liste der Weltnaturschutzunion IUCN. Der WWF fordert Sofort-Programme und Notfall-Massnahmen für diese besonders bedrohten Arten, wie die Naturschutzorganisation mitteilt.

Die vergangene Woche von der Weltnaturschutzunion IUCN vorgelegte Liste der 100 am stärksten vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten ist alarmierend: Java-Nashorn, Saola-Wildrind, Kalifornischer Schweinswal, Zwergfaultier, Tarzan- Chamäleon oder Zagros-Molch dürften das Ende dieses Jahrhunderts kaum noch erleben. Und dies ist nur die Spitze des Eisbergs: neuste Untersuchungen gehen davon aus, dass die derzeitige Aussterberate durch den Menschen noch um den Faktor 100 bis 1000 verstärkt wird. Die Ursachen hierfür: die ungebremste Lebensraumzerstörung, der Klimawandel, Wilderei, das Einführen invasiver Arten in sensible Ökosysteme und die Übernutzung durch den Menschen.

Nur der Mensch als Hauptverursacher des Artensterbens kann es auch wieder beenden – wobei die Errichtung von Schutzgebieten alleine in vielen Fällen längst nicht mehr genügt: akut vom Aussterben bedrohte Arten bräuchten spezifische Sofortprogramme unter Einbezug der lokalen Bevölkerung, so der WWF. Die Vermeidung der Übernutzung, die Kontrolle des Handels, der Erhalt von wichtigen Arten ausserhalb von Schutzgebieten, die Reduktion von Mensch-Wildtier-Konflikten und der Kampf gegen Klimawandel und Wilderei – all dies sind nach Einschätzung des WWF zentrale Bausteine, um die Vielfalt des Lebens auf der Erde dauerhaft zu erhalten.

Weitere Informationen

WWF Schweiz
Weltnaturschutzorganisation IUCN

Bild: © Frank Gaw / IUCN

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