Nashorn

Tag des Nashorns

  • Stefanie Pfefferli
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Anlässlich des heutigen zweiten weltweiten „Tag des Nashorns“ ruft der WWF zum Ende der Wilderei dieser bedrohten Art auf. In Südafrika, wo die meisten Nashörner leben, reagierten die Behörden bereits auf die verstärkte Wilderei mit erhöhten Schutzmassnahmen, strengerer Verfolgung der Täter und härteren Strafen. Der WWF setzt sich dafür ein, dass auch in Asien die Schutzmassnahmen verschärft werden, da dort die Nachfrage nach den Hörnern der Tiere besonders stark ist. Die Umweltorganisation fordert, dass die Märkte für Horn von Nashörnern in Asien trockengelegt werden. „Die Ranger setzen ihr Leben aufs Spiel um die Tiere vor den geldgierigen Wilderern zu beschützen. Nun müssen die Regierungen von Vietnam und China handeln“, fordert WWF-Nashornexperte Joseph Okori.

Bereits dieses Jahr wurden in Südafrika 287 Nashörner getötet, darunter auch 16 der vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner. Die Mehrheit der illegalen Abschüsse fand im Kruger-Nationalpark statt, aber auch privat gehaltene Nashörner wurden getötet. 165 Personen wurden verhaftet und zu Strafen bis zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt.

Die abgesägten Hörner werden einerseits zu kunstvollen Griffen für Dolche verarbeitet. Vor allem im Jemen galten diese bis vor kurzem als Statussymbol. Andererseits verwendet die Traditionelle Chinesische Medizin Nashornpulver zur Behandlung einer Vielzahl von Leiden wie Fieber, Epilepsie, Malaria, Vergiftungen und Abszesse. Obwohl der Einsatz von Nashorn-Horn in der traditionellen asiatischen Medizin mittlerweile verboten ist, wird das Nashorn weiterhin aus diesen Gründen illegal bejagt.
„Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Regierungen in Afrika und Asien die Handelsketten von illegalem Horn von Nashörnern und Elefanten zerstören. Die Nachfrage nach dem Horn in Asien bedroht das Naturerbe Afrikas. Wir müssen die Märkte in Asien endlich trockenlegen“, fordert Morné du Plessis vom WWF Südafrika.

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Bild: Martin Havey, WWF

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