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Süsse Neuigkeiten für den Tierschutz

  • Corinna von Kürthy
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VIER PFOTEN gab heute bekannt, dass die beliebte Schweizer Schokolade Toblerone, welche seit 1868 hergestellt und weltweit vertrieben wird, künftig mit Eiern aus käfigfreier Produktion hergestellt wird.

Der Ankündigung geht eine historische Entscheidung des internationalen Nahrungsmittelkonzerns Mondelez International voraus. Der Produzent der Schweizer Marke hat damit auf Aufforderungen von VIER PFOTEN reagiert und setzt einen wichtigen Schritt, um die Lebensbedingungen jener Tiere zu verbessern, deren Produkte Bestandteil von Toblerone sind.

„Das sind die süßesten Neuigkeiten, seit wir mit unserer Eier-Kampagne Ferrero zu Beginn dieses Jahres überzeugen konnten, ohne Käfig-Eier zu produzieren“, sagt Gabriel Paun, Kampagnendirektor von VIER PFOTEN.

Einer von VIER PFOTEN 2011 in Auftrag gegebenen Studie zufolge ist die Mehrheit der europäischen Bürger für eine verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft von Eiern in verarbeiteten Produkten, um sich bewusst für Erzeugnisse ohne Eier aus Käfighaltung entscheiden zu können. Eine solche Kennzeichnungspflicht gibt es derzeit lediglich für Frischeier. Zu Süssigkeiten, Backwaren, Pasta, Mayonnaise, Eierlikör oder Saucen verarbeitete Eier machen allerdings ein Drittel der gesamten Eier-Produktion aus. „Das fehlende Labelling von verarbeiteten Eiern stiftet unter Konsumenten Verwirrung und trägt dazu bei, dass nach wie vor eine sehr große Anzahl von Tieren in winzigen Käfigen leiden muss“, so Gabriel Paun. „Nahrungsmittelkonzerne weltweit täten gut daran, den Bedürfnissen ihrer Kunden Rechnung zu tragen und die in den Produkten verwendeten Eier zu kennzeichnen.“

Zu Beginn des Jahres 2012 trat ein Verbot von konventionellen Legebatterien in der EU in Kraft. Nach wie vor werden jedoch in insgesamt neun EU-Mitgliedsstaaten Millionen von Hühnern in illegalen Käfigen gehalten. Ihre Eier werden zumeist für die Herstellung von bereits verarbeiteten Nahrungsmitteln verwendet und müssen nicht als Käfigeier deklariert werden. „Dieser völlig unzureichende Vollzug der EU-Gesetzgebung in Kombination mit mangelnder Kennzeichnung macht die verarbeiteten Lebensmittel zur Müllkippe für Käfig-Eier. Mit einer Ausweitung des verpflichtenden Labellings von frischen auf verarbeitete Eier würde die EU-Kommission eine extrem sinnvolle und längst fällige Maßnahme setzen“, meint Gabriel Paun abschließend.

Bild: Xocolatl [Public domain], via Wikimedia Commons

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