biene

Streit um Insektizidverbot

  • Gavino Strebel
  • -

bieneDer Schweizerische Getreideproduzentenverband kritisiert den Entscheid des Nationalrates, den Pflanzenschutzwirkstoff Clothianidin möglicherweise zu sistieren. In der Wintersession stimmte der Nationalrat einer entsprechenden Motion zu. Das Insektizid Clothianidin werde als Saatbeizmittel in relativ geringer Dosierung am Wirkungsort appliziert, schreibt der Schweizerische Getreideproduzentenverband in einer Medienmitteilung. Die Alternative dazu – das Streuen von Granulaten oder intensive Spritzungen mit so genannten Breitbandpflanzenschutzmitteln – wäre laut dem Verband ein ökologischer Rückschritt um zehn Jahre.

Auslöser für die Motion waren Fälle aus Deutschland gewesen, bei denen Bienen geschädigt worden waren. Eine Studie der Universität Padua stellte einen  Zusammenhang zwischen Clothianidin und dem plötzlichen Tod von Bienenvölkern her. Nach der Behandlung mit dem Nervengift, das den Mais vor Insekten schützen soll, scheiden die Pflanzen eine Flüssigkeit aus. Trinken Bienen von dieser Flüssigkeit, sterben sie laut der Studie innert fünf Minuten.

Solche Fälle seien durch unzulässige Handhabung und Dosierung entstanden, schreibt der Schweizerische Getreideproduzentenverband. In der Schweiz habe ein Bienen-Monitoring durch das Bundesamt für Landwirtschaft gezeigt, dass unter schweizerischen Bedingungen keine Rückstände in Bienen, Pollen oder Honig zu befürchten seien.

lid

Beitrag kommentieren