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Streit bei Greenpeace

  • Redaktion Naturschutz
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Bei Greenpeace herrscht dicke Luft: Rund 60 Aktivisten und Gönner haben der Geschäftsleitung einen Brief geschrieben, in dem mehrere Vorwürfe formuliert sind. Publik gemacht hat dies die WOZ. Die Unterzeichner des Briefs prangern vor allem die strukturelle und strategische Entwicklung von Greenpeace an. Einerseits werde das Fundraising immer noch wichtiger, andererseits fliesse immer mehr Geld ins Ausland statt in Projekte in der Schweiz. Und es kommen weitere Vorwürfe hinzu: «Die undemokratisch rigide Top-down-Führungskultur, die einseitige Konzeptverlagerung, der Umgang mit hauptamtlichen Aktivisten, die Missachtung der GP-Basis/Freiwilligenwelt ausserhalb des Büros entsprechen unserer Meinung nach weder dem Schweizer GP-Leitbild noch der internationalen GP-Kultur», heisst es im Brief.

Der Ursprung des Konflikts zwischen der Geschäftsleitung und einem Teil der Basis, der sich nun zuspitzt, liegt laut der WOZ in der Umstrukturierung der Umweltorganisation vor rund drei Jahren. Der Konflikt zwischen Geschäftsleitung und einem Teil der Basis gäre denn auch schon länger, schreibt die Zeitung. Die Forderungen und Kritikpunkte seien jedenfalls nicht neu. „Seit dem letzten Frühjahr haben die KritikerInnen zweimal das Gespräch mit der Geschäftsleitung gesucht – offenbar ohne Erfolg.“

Die Greenpeace-Geschäftsleitung will  nächstens intern besprechen, inwiefern die Strukturen angepasst werden sollen.  Und sie schreibt in einer Stellungnahme: „Der Umweltschutz ist grossem Wandel unterworfen. Auch Greenpeace verändert sich ständig. Das kann zu Auseinandersetzungen, Debatten und Konflikten führen. Die Welt unserer Freiwillligen und Aktivisten ist davon nicht unberührt geblieben. Aber es findet ein konstruktiver Dialog statt – der nicht über die Medien geführt werden sollte.“

Kern der Arbeit sei weiterhin die Schweiz. Greenpeace  Schweiz sei aber auch eine wichtige Geldgeberin für die Greenpeace-Büros in den Ländern des Südens. „Da stehen wir in der Verantwortung und darauf sind wir stolz.“

WOZ-Artikel

Stellungnahme von Greenpeace

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