Streichung von 160 ÖV-Linien?

  • Gavino Strebel
  • -

postautoDer Bundesrat will massiv beim Regionalverkehr sparen. Wie der VCS meldet sind 160 Regionalverkehrslinien von der Einstellung bedroht. Bundesrat will im Rahmen seines neuen Sparprogrammes nur noch Linien mit einer Mindestnachfrage von 100 Personen pro Tag Abgeltungen zahlen. Heute liegt diese Limite bei 32 Fahrgästen pro Tag. Würde diese Massnahme umgesetzt, könnte dies zu einem veritablen Kahlschlag im Regionalverkehr führen.

Heute beziehen rund 1300 Regionalverkehrslinien Abgeltungen des Bundes. Ein Siebtel von ihnen – rund 160 Linien – wären im Zuge des bundesrätlichen Sparprogramms gefährdet. Dabei handelt es sich vornehmlich um Bus- und Postautolinien. Vor allem im Berggebiet würden ganze Regionen und Dörfer vom Netz des öffentlichen Verkehrs abgehängt. Dies stehe in keinem Verhältnis zur Einsparung von bloss 15 Millionen Franken, die damit jährlich erzielt würde, meldet der VCS. Am stärksten betroffen wären die Kantone Bern (28 Linien), Waadt (26), Graubünden (21), Wallis (18), Tessin (14), Luzern und Freiburg (je 12). Auf der Liste befinden sich aber auch die Bergbahnen Vitznau-Rigi Staffelhöhe-Rigi Kulm sowie Weggis-Rigi Kaltbad. Postautolinien in Skigebiete wie die Flumserberge im Kanton St. Gallen oder Thyon 2000 im Wallis sollen ebenfalls keine Abgeltungen mehr bekommen. Und selbst die Bahnverbindung Yverdon-les-Bains-Neuenburg ist bedroht.

Der VCS hat im Internet eine Liste der Regionalverkehrslinien publiziert, die bedroht sind. Hier können Sie die Liste einsehen.

VCS Verkehrsclub der Schweiz

Liste der bedrohten Regionallinien

Beitrag kommentieren