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Strategien gegen die Umweltbelastung

  • Eliane Küpfer
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Zunehmende Belastung mit Schadstoffen, Übernutzung der natürlichen Ressourcen und Klimaerwärmung – von den globalen Umwelttrends ist auch die Schweiz betroffen. Dies geht aus dem neuesten Umweltbericht hervor, der am 9. Juli 2013 erschienen ist.

Zwar hat die schweizerische Umweltpolitik seit den 1980er-Jahren zahlreiche Fortschritte erzielt: die Luftqualität hat sich deutlich verbessert und die Qualität der Gewässer ist heute generell gut. Andererseits sind die Konzentrationen gewisser Schadstoffe in der regelmässig zu hoch. Aus Medikamenten, Körperpflegeprodukten und Pflanzenschutzmitteln stammende Mikroverunreinigungen werden von den Kläranlagen nicht zurückgehalten und beeinträchtigen die Ökosysteme.

Und möglicherweise ist die Schweiz vom Klimawandel besonders stark betroffen: die Temperaturen könnten sich hierzulande bis zum Ende des 21. Jahrhunderts um 6 °C gegenüber der vorindustriellen Zeit erhöhen.Andererseits importieren wir immer mehr Rohstoffe wie Energieträger und Metalle, aber auch Futter und Nahrungsmittel. Mehr als die Hälfte der Umweltbelastungen fallen im Ausland an und wir verbrauchen wir mehr als doppelt so viele Ressourcen, wie uns entsprechend unserem Anteil an der Weltbevölkerung zustehen würde.

Der Druck auf die natürlichen Ressourcen – Wasser, Boden, Biodiversität, Wald, Landschaft, Klimastabilität und Ruhe – kann nur verringert werden, wenn Wirtschaftswachstum und Umweltbelastung entkoppelt werden. Dazu braucht es einen Übergang zu einer Grünen Wirtschaft, schreibt Bruno Oberle, Direktor des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) im Bericht Umwelt Schweiz 2013. Die neue Agrarpolitik 2014-2017 des Bundesrates beispielsweise ist ein erfreulicher Schritt. Hingegen muss der Ausbau der Wasserkraftnutzung der Erhaltung und Renaturierung der Seen und Flüsse Rechnung tragen.

Um die neuen umweltbezogenen Herausforderungen bewältigen zu können, haben Parlament und Bundesrat in jüngster Zeit verschiedene Strategien und Massnahmen beschlossen.

  • Flüsse und Seen sollen ihre natürlichen Funktionen im Hinblick auf die Biodiversität und den Hochwasserschutz wieder wahrnehmen können.
  • Rund hundert Abwasserreinigungsanlagen sollen mit einer zusätzlichen Klärstufe aufgerüstet werden, welche die Elimination von Mikroverunreinigungen sicherstellt.
  • In der Strategie Biodiversität Schweiz sind die Ziele definiert, die die Schweiz bei der Erhaltung der Biodiversität erreichen will.
  • Die Revision des CO2-Gesetzes sieht vor, dass die Schweiz ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 20% im Vergleich zu 1990 reduziert
  • Die Strategie zur Anpassung an den Klimawandel in der Schweiz nennt die Ziele, Herausforderungen und Handlungsfelder, die für die Milderung der Klimaveränderungen in der Schweiz massgebend sind.
  • Der Aktionsplan Grüne Wirtschaft enthält verschiedene Massnahmen, die auf den Verbrauch und die Produktion sowie auf die Abfälle und Rohstoffe abzielen.

Bild: gcardinal from Norway [CC-BY-2.0], via Wikimedia Commons

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