Zersiedelung

Stoppt das Sieldungswachstum!

  • Dominique Haiden
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ZersiedelungAktuelle Resultate einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts „gfs-zürich“ zeigen deutlich: Immer mehr Leute wollen die Zersiedelung der Schweiz stoppen. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) wollen die Siedlungsfläche auf dem heutigen Stand begrenzen. Vor fünf Jahren (2006) waren es noch 50 Prozent. Diese deutliche Mehrheit folgt damit der Landschaftsinitiative, die unter anderem eine Plafonierung der Bauzonen-Gesamtfläche in der Schweiz für 20 Jahre fordert. Die Umfrage wurde im Auftrag von Pro Natura durchgeführt.

Von 1017 befragten sind 66% der Meinung, dass die Siedlungsfläche in der Schweiz auf dem heutigen Stand zu begrenzen sei (2006: 50%; 2007: 54%; 2008: 56%). 60% finden, dass in der Schweiz zuviel Land verbaut wird (2006: 52%; 2007: 55%; 2008: 55%) und 83% wollen die Bautätigkeit in besonders schönen Landschaften einschränken (2006: 80%; 2007: 85%; 2008: 80%).

Untersucht man die Umfrageresultate nach Partei-Sympathien, ergibt sich folgendes Bild: Es sind gleichermassen SVP-Sympathisantinnen und -Sympathisanten wie Unterstützende der Grünen und der SP, die die Siedlungsfläche auf dem heutigen Stand begrenzen wollen und der Meinung sind, dass zuviel Land in der Schweiz verbaut wird.

Diese Zahlen zeigen deutlich, dass die Anliegen der Landschaftsinitiative in der Bevölkerung auf starke Zustimmung stossen. Nicht so im Bundesrat und im Parlament: Diese empfehlen die Landschaftsinitiative zur Ablehnung. Sie wollen das Siedlungswachstum mit einem angepassten Raumplanungsgesetz als indirekten Gegenvorschlag bekämpfen. Dieser Vorschlag ist in parlamentarischer Debatte und muss noch deutlich verbessert werden, damit ein künftig angepasstes Raumplanungsgesetz den Landschaftsfrass wirkungsvoll stoppen kann.

Weitere Informationen

Pro Natura

Landschaftsinitiative

Bild: Naoag (Wikimedia Commons)

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