Muttersau in Kastenstand Schweine

Stopp Import-Schweinerei!

  • Dominique Haiden
  • 3

Muttersau in Kastenstand SchweineJedes Jahr werden über 10 Mio kg ausländisches Schweinefleisch und –Produkte in die Schweiz importiert. Vor allem aus Deutschland und Italien. KAGfreiland, die schweiz. Nutztierschutz-Organisation, hat in einem deutschen Beispielbetrieb einen Film gedreht. Wer in der Schweiz seine Schweine so halten würde, müsste mit einer Gefängnisstrafe und einem Haltungsverbot rechnen.

KAGfreiland hat in einem zertifizierten deutschen Standardbetrieb gefilmt. Aus solchen Betrieben stammt Schweinefleisch für den Schweizer Markt. Die Bilder sind schockierend. Dazu die KAG-Zoologin Milena Burri: „Muttersauen sind einzeln in enge Metallkäfige eingesperrt, in denen sie sich kaum bewegen können. Die Ferkel werden ohne Betäubung kastriert und der Schwanz wird abgeschnitten.“ Eine solche Tierhaltung wäre in der Schweiz ein Fall für den Staatsanwalt.

KAGfreiland hat die Schweizer Grossverteiler, Gastromärkte und Fleischverarbeiter, die mit ausländischem Schweinefleisch geschäften, zweimal auf diese in der Schweiz verbotene Tierhaltung hingewiesen. Nichts geschah. Der Schweizer Fleischverband verweigerte gar das Gespräch. KAG-Geschäftsleiter Roman Weibel: „Die Branche weiss genau, dass hinter dem ausländischen Schweinefleisch millionenfaches Tierleid steckt. Sie nimmt das in Kauf und drückt sich um das Problem, profitiert sie doch vom billigen Importfleisch.“

Scharf kritisiert KAGfreiland Migros, Coop und Spar. Denn mit diesen Produkten aus ausländischem, insbesondere aus deutschem Schweinefleisch, missachten sie ihre eigenen Firmengrundsätze zum Tierschutz. Coop z.B. verspricht, dass alle tierischen Produkte aus dem Ausland den Schweizer Tierschutzstandard einhalten. Migros behauptet, dass sie stets in Respekt zum Tier handelt. Und Spar schreibt, dass er keine Produkte führt, die aus Tierschutzgründen bedenklich sind. Auch Bell und Micarna verstossen gegen ihr Leitbild. Diese unwahren Angaben sind nicht nur ein Foul gegenüber den KonsumentInnen, sondern auch ein Verstoss gegen die Bestimmungen des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb, das irreführende Angaben über die eigenen Waren bei Strafe verbietet.

KAGfreiland hat die Kampagne „Stopp Import-Schweinerei!“ lanciert. Ein Film auf www.kagfreiland.ch zeigt, wie die Schweine in Deutschland gehalten werden. KAGfreiland fordert, dass beim Import von ausländischem Schweinefleisch und von Produkten der Schweizer Tierschutzstandard eingehalten wird.

Weitere Informationen

Film „Stopp Import-Schweinerei!“

Petition „Stopp Import-Schweinerei!“

3 Kommentare

  • Antonietta

    Größer – schneller – billiger:
    Unter diesem Motto der Agrarindustrie leiden heute rund 150 Mill. Nutztiere in deutschen Ställen. Ob Schwein, Rind, oder Legehenne, ob Pute, Kaninchen oder Ente – sie werden verstümmelt, in enge Ställe oder Käfige gepfercht und mit Medikamenten vollgepumpt. Auf der Strecke bleiben nicht nur das Wohl der Tiere und ihre artgemäße Haltung, sondern auch Qualität, Geschmack und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Produkte.

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  • dorizzi

    Toll und ganz einfach. Nichts mehr
    kaufen aus Deutschland. Mal sehen was
    mit Aldi und Lidl passiert. Wir Konsumenten sind selber schuld wenn wir die Schweineri mit dem Einkauf belohnen.

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  • Pflanzen

    Das ist schrecklich, ich hoffe, dass die Fleischindustrie endlich vernünftig und nicht weiterhin anderen Lebewesen das Leben zur Hölle machen wird ….

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