Windenergie Mont Soleil

Starke Zunahme Windenergie

  • Gavino Strebel
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Windenergie Mont SoleilMont-Soleil: Juralandschaft mit Windturbine (Bild: suisse éole)

Rund 40 % der europaweit neu installierten Kraftwerksleistung stammt aus Windenergie. Keine andere Stromerzeugungstechnik konnte 2009 mehr Zuwachs verzeichnen. In der Schweiz sind mit den beiden jüngsten Anlagen in St. Brais (JU) total 17,5 MW Windenergieleistung installiert. Die aktuelle einheimische Produktionserwartung beträgt 27 Millionen kWh pro Jahr – bis Ende 2010 wird sich die Zahl verdoppeln.

Die Zahlen, welche die europäische Windenergievereinigung EWEA heute veröffentlicht, sind bemerkenswert: Im vergangenen Jahr wurden 10’000 MW Windenergieleistung installiert und dafür 13 Milliarden Euro investiert. Windenergieanlagen haben damit einen Anteil von 39 % der neu installierten Kraftwerksleistung. Damit werden alle anderen Kraftwerkstypen auf die hinteren Ränge verbannt. Die Länder mit der grössten installierten Windenergieleistung sind Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich und Grossbritannien. Windenergie deckt aktuell 4,8 % des Strombedarfs der EU.
Die Windstromproduktion in der Schweiz bewegt sich demgegenüber auf vergleichsweise bescheidenem Niveau. Mit den 2009 neu errichteten Anlagen in St. Brais (JU) sind total 17,5 MW Windenergieleistung installiert. Die aktuelle Produktionserwartung beträgt 27 Millionen kWh. Im laufenden Jahr werden sich die Produktionszahlen aufgrund der sich im Bau befindenden Anlagen verdoppeln. Bis 2015 rechnet der Branchenverband Suisse Eole mit einem Zubau von weiteren 200 MW. Das mittelfristige Potenzial (bis 2030) für Schweizer Windstrom liegt gemäss aktueller Prognosen bei 2,5 % Prozent des heutigen landesweiten Strombedarfs. In fernerer Zukunft (bis 2050) könnte der Versorgungsanteil durch Windenergie gut sieben Prozent erreichen.
Ein Blick über die Grenze zeigt, dass hierzulande mehr möglich wäre. Das kleinere und dichter besiedelte deutsche Bundesland Baden-Württemberg, das sich topografisch gut mit der Schweiz vergleichen lässt, hat 25mal mehr Windenergieleistung installiert. Die Anlagen befinden sich auf den Hügeln des Schwarzwaldes und der Schwäbischen Alb, die auch Fremdenverkehrsregionen sind. Die Touristen stört es nicht – im Gegenteil: In Befragungen bezeichneten sie Windräder als positive Wahrzeichen einer zukunftsorientierten Region.

Suisse éole

Fakten zur Windenergienutzung in der Schweiz

Zahlen zur Windenergienutzung in Europa

1 Kommentar

  • Christof Merkli

    Entgegen jeder Vernunft versucht die Suisse Eole zu retten, was zu retten ist. Windkraft entpuppt sich je länger je mehr zum kompletten Disaster in ganz Europa.

    Den schönfärberischen Berichten der Windradlobby stehen mehr und mehr Berichte über europäische Flauten, Widerstand der lokalen Bevölkerung und erschreckende Energiebilanzen gegenüber.

    Hier sieht man ein gutes Beispiel, wie sich eine kleine Gruppe von Fanatikern mit der Verbreitung von Falschmeldungen den eigenen Job sichern muss.

    Windkraft ist keine Option für die Schweiz. Die Anlagen laufen am untersten ökonomischen Limit. Die vom Stromkonumenten bezahlte Subventionsorgie macht den in medizinischen Portionen hergestellten Strom unbezahlbar.

    Windkraftwerke brauchen Wind, damit sie funktionieren. Mit Subventionen laufen sie nicht. In der Schweiz haben wir praktisch an keinem Standort genügend Wind.

    Wenn wir uns nicht wehren, haben wir bis zum 2050 auf jedem Hügel der Schweiz einen Windpark.

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