Stadtklima verbessern

  • Gavino Strebel
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stadtDas Stadtklima ist meist ungesünder als das Klima ausserhalb der Stadt. Vor allem im Sommer sind die Temperaturen in der Stadt deutlich höher mit Unterschieden bis zu 10 Grad, wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) schreibt. Weiter ist die Luft in Städten viel stärker mit Schadstoffen belastet, da der Verkehr und Energieverbrauch in Städten aufgrund der Ballung an Menschen höher ist als auf dem Land. Zudem sind die Böden weitgehend versiegelt und grössere Pflanzungen meist selten. Pflanzen gehören zu den wichtigsten natürlichen Klimatisierungsmechanismen. Ausreichend Grünflächen in Städten wirken auf das Klima in ausgleichender Weise und können im Sommer Temperatur-Spitzenwerte dämpfen. Unversiegelte, vegetationslose Flächen hingegen erhitzen sich im Sommer übermässig stark, speichern die Wärme und geben sie während der Nacht nur sehr langsam wieder ab.

Der NABU zeigt gegenwärtig in Deutschland im Projekt „StadtKlimaWandel“, wie das Klima in Städten zum Positiven hin verwandelt werden kann. Gemäss dem NABU bringen Entsiegelungen und Begrünungen viel. Natürliche Böden und Vegetation speichern weniger Wärme als versiegelte Böden. Bäume spenden Schatten und kühlen die Umgebungsluft über die Verdunstung von Feuchtigkeit. Ausserdem filtern Sie Stäube binden das Treibhausgas Kohlendioxid und halten Wasser zurück, was bei starken Regenfällen weniger schnell zu einer Überlastung der Kanalisation führt.

Heute nehmen erfreulicherweise immer mehr Städteplaner und Architekten Rücksicht auf eine Bauweise, die dem Stadtklima und der Lebensqualität förderlich ist. Im Projekt „StadtKlimaWandel“ hat der NABU Stadtbewohner dazu aufgefordert, etwas fürs Stadtklima zu tun. Aus vielen Zuschriften wurden sechs besonders interessante Siegerprojekte ausgewählt. Hier erfahren Sie mehr darüber.

Projekt „StadtKlimaWandel“

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