Solarlösung anstelle AKW Mühleberg

  • Monika Jung
  • -

solarzellen2Der Berner Solarhersteller Megasol offeriert der BKW eine Solarlösung als vollwertigen Ersatz für den geplanten AKW-Neubau. Das 8‘906 MW-Solarkraftwerk soll auch 16‘000 Dächern von bestehenden Gebäuden installiert werden, berichtet die Newsplattform für erneuerbare Energien.

Das Solarsystem soll gemäss Offerte von Megasol in den kommenden 15 Jahren schrittweise und mit einer progressiven Zubaurate installiert und wäre im Jahr 2025 fertig gestellt. Ab 2025 würde die gesamte Installation gut 8 Milliarden Kilowattstunden elektrischen Strom jährlich produzieren. Somit würden gemäss den Plänen des Solarstromunternehmens das von der BKW geplanten Atomkraftwerk in Mühleberg komplett und rechtzeitig ersetzten. Mit den Systemgesamtkosten von 13.64 Mia. CHF rechnet Megasol vor, wäre die nötige Investition nicht höher als bei einem AKW-Neubau. Mit durchschnittlich 10.89 Rp/kWh seien die Stromgestehungskosten mit denen des neuen Atom-Meilers vergleichbar.

Laut Megasol würden die Solarstromanlagen primär auf grösseren Bauten wie Schulhäuser, Lärmschutzwänden, Lawinenverbauungen, Firmengebäuden, Turnhallen etc. installiert. Zusätzlich zu öffentlichen Bauten schlägt Megasol vor, dass Privatbesitzer ihre Dächer gegen eine finanzielle Entschädigung zur Verfügung stellen. Es würden insgesamt ca. 16’000 Gebäude mit einem Solardach versehen. Die bestückte Fläche entspricht nur 1.7 % der total überbauten Fläche in der Schweiz. Es würden keine zusätzlichen heute ungenutzten Flächen bebaut.

Markus Gisler, Geschäftsführer der Megasol Energie AG, erhofft sich eine positive Reaktion der BKW. Für ihn ist ganz klar, dass ein AKW-Neubau eine milliardenschwere Fehlinvestition wäre, die schlussendlich vom Volk bezahlt werden muss: „Solarstrom werden wir in 15 Jahren günstiger herstellen können als Atomstrom“, prognostiziert er.

Weitere Informationen

Öko(B)log zum Thema

Beitrag kommentieren