© HJPD, [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Solarenergie produzieren und Ortsbild erhalten

  • Amanda Buol
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Der Bau von Solaranlagen an Häusern in geschützten Ortsbildern war bisher mit Konflikten belastet. Das Bundesamt für Kultur (BAK) hat ein Pilotprojekt lanciert, das die Produktion von Solarenergie und den Schutz von Ortsbildern besser aufeinander abstimmt. Eine erarbeitete Gesamtplanung für die Stadt Carouge soll geeignete Strategien zur optimalen Förderung von Solarenergie aufzeigen und auf vergleichbare Gemeinden übertragen werden.

Die Schweiz verfügt über ein vielfältiges Kulturerbe. Im Zuge der Energiewende wird die Installation von Solaranlagen stark gefördert. Dies kann im historischen Umfeld zu Zielkonflikten führen, wenn die Anlagen uneinheitlich platziert werden. Das Bundesamt für Kultur (BAK) lässt untersuchen, wie die beiden Anliegen – Produktion von Solarenergie und Schonung des Ortsbilds – besser in Einklang gebracht werden können.

Ein interdisziplinäres Team unter Leitung der Haute école du paysage, d’ingénerie et d’architecture (Hepia) wird in Zusammenarbeit mit den Ämtern für Energie, Städtebau und Denkmalpflege des Kantons Genf und der Stadt Carouge aufzeigen, wie der individuelle Ansatz und Anreiz zur Installation von Solaranlagen überwunden und die Ortsbilder erhalten werden können, berichtet das BAK.

Mit der Planung soll eine höhere Rechtssicherheit für öffentliche, sowie private Eigentümerschaften geschaffen werden und den Verwaltungsaufwand bei Bewilligung und Installation der Anlage reduzieren, so das BAK. Dabei werden alle erforderlichen gesetzlichen, ökonomischen und technischen Rahmenbedingungen einbezogen. Der Schlussbericht wird im Herbst 2017 vorliegen.

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