Solarenergie: Basel-Stadt top, Obwalden flop

  • Redaktion Naturschutz
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Eine aktuelle Studie des WWF Schweiz vergleicht, wie Kantone die Solarenergie fördern. Aufs Siegerpodest schafften es Basel-Stadt, Genf, Thurgau und Schaffhausen. Schlusslichter sind die Kantone Obwalden, Schwyz, Tessin und Zug.

Sonnig bis finster – so steht es um die finanzielle Förderung von Sonnenkollektoren für die Wassererwärmung in den Kantonen. Am hellsten strahlt Basel-Stadt. Dort wird für die Installation einer Sonnenkollektor-Anlage von sieben Quadratmetern auf dem Dach eines Einfamilienhauses ein Förderbeitrag von 5478 Franken ausbezahlt. Für ein Sonnenkollektorfeld von 25 Quadratmetern Fläche auf einem Mehrfamilienhaus beträgt der Förderanteil des Kantons stolze 13’650 Franken.
Das entspricht bei den untersuchten Musteranlagen jeweils 45 Prozent der Investitionskosten für die solare Wassererwärmung. Sehr gut schneiden auch die Kantone Genf, Thurgau und Schaffhausen ab. Die Förderbeiträge liegen hier zwischen 3200 und 3400 Franken, in den restlichen Kantonen zwischen 960 und 2400 Franken. Finster ist es hingegen in den Kantonen Schwyz, Tessin und Zug. Schlusslicht der Tabelle ist der Kanton Obwalden. Aus diesen Kantonskassen fliesst kein einziger Förderfranken. Bei der klassischen Einfamilienhaus-Anlage gilt das auch für die Kantone Bern und Zürich.
Roland Peter, Leiter Kantonale Klimapolitik beim WWF Schweiz, freut sich über die Förderleistungen der Siegerkantone. Peter wünscht sich aber gleichzeitig, dass die restlichen Kantone „mitziehen und endlich erkennen, dass sie mit der Förderung von Solarenergie einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres Klimas leisten könnten.“

Solardach-Rechner online

Der vom WWF in Zusammenarbeit mit swissolar entwickelte Solardach-Rechner bietet Besitzern von Eigenheimen nützliche Informationen zur Installation von Sonnenkollektoren. Mit dem Solardach-Rechner erfährt man alles Wissenswerte zur Installation einer Solaranlage auf dem eigenen Hausdach. Der Solardachrechner liefert Hinweise zur Energiemenge, die gewonnen werden kann, zur möglichen Einsparung an CO2, zu Förderbeiträgen und zu geeigneten Installateuren in der eigenen Wohnregion. Ausprobieren auf www.wwf.ch/solar.

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WWF Kantonsstudie

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