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Sojaproduktion gefährdet Regenwald!

  • Nicole Wabersky
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Regenwald, Savannen und Graslandschaften werden immer mehr zu Ackerland umgewandelt, vor allem durch die stark gestiegene Sojaproduktion in Süd-Amerika. Laut der aktuellen WWF-Analyse ist die Sojaproduktion von 27 auf 269 Millionen Tonnen gestiegen.

Von der gesamten Sojaernte werden laut dem WWF nur sechs Prozent als Lebensmittel verwendet. Der grösste Teil wird als Futtermittel für die Geflügel- und Schweinemast benötigt, verursacht durch die steigende Nachfrage an tierischen Produkten.

Mit der Ausweitung der Flächen zum Anbau von Soja kommen die lokalen und regionalen Ökosystemen vermehrt in Bedrängnis. Savanne, Grasland und Regenwald werden durch die Ausweitung des Ackerlandes zurückgedrängt. Es droht laut dem WWF ein schwerer Verlust an Waldflächen und Biodiversität.

Zur Vermeidung dieser verheerenden Folgen werden im Bericht „The Growth of Soy“ des WWFs verschiedene Lösungsansätze präsentiert. Auf der politischen Ebene sollen verstärkt Massnahmen zum Schutz der Ökosysteme umgesetzt werden. Die Managementpraktiken sollen verbessert werden, damit auf weniger Fläche mehr angebaut und produziert wird. Mehr Investitionen in nachhaltige Produktion wäre laut dem WWF ein weiterer Lösungsansatz.

Damit die fragilen Ökosysteme nicht noch mehr bedroht werden, müssen alle an einem Strang ziehen. Vor allem der Endverbraucher kann durch eine angepasste Nachfrage die Produktion steuern. Mit einem geringeren Fleischkonsum würde die Nachfrage nach Soja als Futtermittel und somit auch dessen Produktion abnehmen.

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WWF Deutschland

Bild: Seba864 (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

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