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SL lehnt Bike-Park Oberried ab

  • Dominique Haiden
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800px-DS_BCBR10_1357Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL) lehnt einen Bike-Park in Oberried aus landschaftlichen und raumplanerischen Gründen ab. Eine solche Einzonung würde ein schwerwiegendes Präjudiz und eine Ungleichbehandlung bedeuten. Die SL schlägt vor, für die heutige zonenfremde Nutzung in Oberried eine Lösung nach dem heutigen Gesetz zu suchen.

Die etwa 5,5 ha grosse Zone mit Planungspflicht dient dazu, den bestehenden Veloshop Thömus mit einem Neubau zu ergänzen, ca. 55 Parkplätze zu schaffen und verschiedene Veloparcours einzurichten. Die neue Zone kommt in der Landwirtschaftszone, einem Ortsbildschutzgebiet, geschützten Obstgarten, im Waldareal und in einem Landschaftsschutzgebiet zu liegen. Die betroffene Landschaft ist heute relativ ungestört und hat eine hohe Lebensraumqualität für Feldhasen und Rehe. Ein vergnügungsparkähnlicher Bike-Park brächte erhebliche Störungen in diesen Landschafts- und Lebensraum hinein. Inselartige Bauzonen sind zudem grundsätzlich bundesrechtswidrig, da sie die Zersiedelung ankurbeln.

Laut SL käme eine inselartige Einzonungen für private Zwecke, zudem gar von geschützten Flächen, einem erheblichen Präjudiz gleich. Andere Gewerbetreibende ausserhalb der Bauzone würden das gleiche Recht beanspruchen wollen. Auch aus Sicht der Rechtsgleichbehandlung muss auf die Einzonung verzichtet werden. Die Stiftung Landschaftschutz Schweiz lehnt darum einen Bike-Park in Oberried ab.

Weitere Informationen

Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL)

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