Skandal: Kantone dürfen zwei Luchse töten

  • Redaktion Naturschutz
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Als erste Kantone haben Solothurn und Waadt vom Bund die Bewilligung erhalten, zwei Luchse zu fangen, und sie, falls sie nicht umgesiedelt werden können, zu töten. Dies, weil die Luchsbestände „regional zu hoch“ seien.
Bis am 30. April hat der Kanton Zeit, um im Solothurner Jura zwei Luchse einzufangen. Der Bund will sie nach Möglichkeit in die Ostschweiz umsiedeln. Sollte die Umsiedlung aber aus irgend einem Grund nicht möglich sein, werden die Tiere nicht etwa wieder freigelassen, sondern getötet – obwohl der Luchs in der ganzen Schweiz unter Schutz steht. Das Uvek erteilte die Bewilligung Ende letzten Jahres. Der Kanton Solothurn hatte den Antrag gestellt, seinen Luchsbestand zu senken. Wie eine Luchszählung 2007 ergab, leben momentan 11 bis 15 Luchse auf Solothurner Kantonsgebiet und dessen Nachbarschaft. Die Fallen im Jura sind bereits aufgestellt, man wartet aber laut espace.ch noch auf die Bestätigung aus der Ostschweiz, dass die Tiere dort willkommen sind. (sb)

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