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Singen gegen den Müll

  • Silvan Kaufmann
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igsuChurchhillWebDer 1. Anti-Littering-Song-Contest der IG saubere Umwelt hat ein grosses Echo ausgelöst: knapp 200 Interpreten haben eigene Songs mit markigen Worten gegen das Littering produziert und sie über die Musikplattform Mx3.ch eingereicht. Die Jury überzeugt haben die Hip-Hop-Crew Churchhill (Bern), die Popband Ringo (Zürich/Luzern) sowie die Sängerin Onésia Rithner (Wallis). Sie alle gewinnen je 5’000 Franken.

Verschmutzte Strassen, Berge von Flaschen und dreckige Sitzbänke. Der öffentliche Raum wird zunehmend durch achtlos weggeworfene Abfälle verunreinigt. Aus diesem Grund hat die IG saubere Umwelt zusammen mit der Musikplattform Mx3.ch im Mai den 1. Anti-Littering-Song-Contest ins Leben gerufen. Gefragt waren Schweizer Musikerinnen und Musiker, die für die Umwelt zum Mikrofon greifen. Die Stilrichtung war egal, was zählte, waren viel mehr die Botschaft und das Potenzial des Songs.

Wie die Jury unter der Leitung von Dominik Born, Chef von Mx3.ch,  entschieden hat, gewinnen Churchhill (Bern), Ringo (Zürich/Luzern) sowie Onésia Rithner (Wallis) gemeinsam den Anti-Littering-Song-Contest 2009. Damit verbunden ist eine Siegesprämie von je 5’000 Franken.

Mit ihrem professionell produzierten «Agriff» liefert die Berner Hip-Hop-Crew Churchhill eine Vorlage, wie mit wenig Aufwand viel Abfall vermieden werden kann. Rapper David Flach alias Fit zögerte nicht, als er vom Wettbewerb erfuhr: «Ich wollte mich da unbedingt engagieren und finde, wir haben dank unserem Humor die Botschaft gut vermitteln können, ohne missionarisch zu werden.» Diese Gratwanderung ist auch Ringo mit ihrem Song «Abfou und Schärbe» ausgezeichnet gelungen. Die Popband mit Luzerner und Zürcher Wurzeln hat die Tragik wachsender Abfallberge während einer Partynacht mit einer humorvollen Pointe aufgelöst. Für Pianist Mike Moling stimmt in diesem Song vieles zusammen: «Er hat Power, einen frech verpackten, aber sinnvollen Text und eine eingängige Melodie.» So hört man ihn gerne auch noch ein zweites und drittes Mal.

Ebenfalls aus den knapp 200 Songs herausgestochen ist Onésia Rithner. Die 23 Jahre alte Sängerin aus Monthey im Unterwallis hat die Musik von «Sous le déchets la plage» in einer einzigen Nacht komponiert. Der Text des Chansons stammt von Nicolas Gagliarde und schildert den Spaziergang durch eine Welt, in der die schönen Sachen alle von Abfällen verdeckt sind. Für Onésia Rithner ist der Aufruf zu mehr Rücksicht für unsere Umwelt keine leere Forderung: «Ich schaue bei meiner Ernährung und beim Konsum sehr genau auf die Umweltfreundlichkeit. Der Song passt also gut zu mir. Gerne würde ich ihn deshalb auch auf meinem allerersten Album präsentieren, das hoffentlich im nächsten Jahr fertig wird.»

Ab sofort werden die drei prämierten Lieder zusammen mit weiteren Songs aus dem Wettbewerb als kostenlose Compilation erscheinen. Sie ist unter www.igsu.ch kostenlos zu bestellen.

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