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Siedlung der Zukunft: dichter und grüner

  • Daniela Cervenka
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Drei von vier Schweizerinnen und Schweizern sprechen sich für höher und dichter gebaute Siedlungen sowie grössere Grünflächen aus (75%). Dies ergibt eine repräsentative gfs-Umfrage im Auftrag von Pro Natura. Dieses Votum für eine qualitativ hochwertige Verdichtung von Siedlungen wurde deutlicher gegenüber den Vorjahren. Noch im Jahr 2011 und 2012 lag der Wert bei etwas mehr als 60 Prozent.

Dichter und grüner – kein Widerspruch
«Dieses Resultat ist ein deutliches Votum für das Platzsparen beim Bauen. Es ist aber auch ein Ruf nach lebenswerten Siedlungen mit genügend Grünraum», resümiert Jan Gürke, Kampagnen-Koordinator bei Pro Natura. Gefordert sind Bauherrschaften, Architekten sowie Ortsplanerinnen. Sie sollen innovative Häuser, Quartiere und Dorfteile planen. Denn höher, dichter und gleichzeitig grüner ist kein Widerspruch.

Gute Beispiele gibt es bereits heute
Zahlreiche gute Beispiele von verdichteten Stadt-Quartieren und Dorfteilen in der Schweiz beweisen es: Lebensqualität und Erholungsmöglichkeiten sind auch in modernen, platzsparenden Siedlungen möglich. Beispiele sind die Wohnsiedlung «Schappe» bei Arlesheim BL (siehe Artikelbild), die Siedlung «Halen» in Herrenschwanden BE oder der Liebefeld Park bei Köniz. «Solche Siedlungen müssen Schule machen. Sie entsprechen einem Bedürfnis der Bevölkerung», betont Gürke.

Bild: Christian Flierl/Pro Natura

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