© Schweizer Nationalpark SNP
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Seenplatte Macun bleibt längerfristig Teil des Nationalparks

  • Nicole Wabersky
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Die Gemeindeversammlung von Lavin hat beschlossen, den Pachtvertrag mit dem Schweizerischen Nationalpark (SNP) bezüglich der 3,6 km2 grossen Seenplatte von Macun auf 99 Jahre zu verlängern.

Der Schweizerische Nationalpark wurde im Jahre 2000 um die 3,6 km2 grosse Seenplatte von Macun auf Gebiet der Gemeinde Lavin erweitert. Der Pachtvertrag gilt auf unbestimmte Zeit, sieht jedoch eine erste Kündigungsmöglichkeit im Jahre 2030 vor.

Nach einstimmiger Verabschiedung durch die Gemeindeversammlung von Lavin am Dienstagabend, den 22. Juli 2014 konnte laut SNP ein Nachtrag zur Verlängerung des bestehenden Pachtvertrags auf 99 Jahre unterzeichnet werden.

Dies bedeutet, dass Macun bis mindestens ins Jahr 2099 Teil des SNP bleibt. Im selben Dokument wurden zwei Baurechtsdienstbarkeiten eingeräumt, die ehemalige Militärhütten betreffen. Die eine Hütte, Macun Nord, liegt ausserhalb der Nationalparkgrenze und ist als Stützpunkt vorab für die wissenschaftliche Forschung auf Macun essenziell.

Mit der aus kristallinem Untergrund bestehenden Seenplatte im Gletscherkar von Macun konnte der SNP vor 14 Jahren neue wertvolle Lebensräume dazugewinnen. Seither gelten die 26 Seen und Teiche auf 2600 m ü.M. als Kleinod des Parks.

Die Wanderung dorthin, einerseits von Lavin durch die Val Zeznina oder andererseits von Zernez via Munt Baselgia, gehört mittlerweile zu den Klassikern im SNP. Für die Wissenschaft sind die Gewässer von Macun besonders bedeutungsvoll, weil die Überwachung dieser sensiblen Ökosysteme Rückschlüsse auf den Zustand unserer Umwelt zulässt.

Durch die von der Gemeinde Lavin spontan ins Auge gefasste und nun umgesetzte Vertragsverlängerung setzt die Gemeinde im Jubiläumsjahr des SNP ein Zeichen, gleichermassen substanziell wie nachhaltig.

Mehr noch, es ist ein schönes Jubiläumsgeschenk an den SNP. Die im Jahre 2000 vollzogene Nationalparkerweiterung wird von der Laviner Bevölkerung positiv beurteilt; der Nachtrag zum Parkvertrag bedeutet nicht nur einen Vertrauensbeweis für den Nationalpark, sondern unterstützt auch dessen Ziele.

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