Schweizweite Befragung: Was sind die grössten Umweltprobleme?

  • Redaktion Naturschutz
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Die Klimadiskussion hat in der Bevölkerung ein Umdenken bewirkt. Vier Fünftel der Schweizer und Schweizerinnen erkennen heute ein hohes Mass der Gefährdung durch den Klimawandel, 1994 waren es etwas mehr als die Hälfte. Das Umweltwissen weist dagegen noch erhebliche Lücken auf. Dies geht aus dem Umweltsurvey 2007 hervor, der einen Direktvergleich mit dem Umweltsurvey aus dem Jahre 1994 erlaubt.

In der allgemeinen Wahrnehmung der befragten Personen rangieren Umweltprob-eme (79%) an dritter Stelle auf der Dringlichkeitsskala hinter der Finanzierung der AHV (88%) und den Gesundheitskosten (88%). Aktuell schätzen mehr als vier Fünftel der Schweizer Wohnbevölkerung „die Gefahr vom Treibhauseffekt und von der Klimaerwärmung für Mensch und Umwelt“ als hoch ein – 1994 waren es erst 54%.
Die Grundeinstellung zur Umweltproblematik hat sich dagegen kaum verändert. Die Einschätzung, „wenn wir so weitermachen wie bisher, steuern wir auf eine Umweltkatastrophe zu“, teilten damals 70% der Bevölkerung. Heute stimmen 66% der Befragten dieser Aussage zu. Befragt wurden die Leute auch zu möglichen Massnahmen im Individualverkehr: Mit 95% sehr hoch ist die Zustimmung zu Partikelfiltern für Dieselmotoren. Auch die Einführung einer „obligatorischen Abgabe auf Benzin und Diesel zur Reduktion der Treibhausgase“ wird mit deutlicher Mehrheit befürwortet (61%), auch in der Romandie.

Umweltwissen noch lückenhaft

Seit der letzten Befragung hat sich das Umweltwissen zwar leicht verbessert, aber es ist noch lückenhaft. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (89%) ist darüber im Bilde, dass die Verbrennung von Öl, Kohle und Gas zum Treibhauseffekt beiträgt. Auf die Frage, „welches Gas hauptsächlich zum Treibhauseffekt beiträgt“, nannten gerade mal 42% der Befragten die richtige Antwort (CO2). Die Verwechslung von Treibhauseffekt und Ozonloch ist immer noch weit verbreitet. (sb)

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ETH Zürich

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