© jam1z [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Schweizweit ist der Stromverbrauch im Jahr 2014 gesunken

  • Kathrin Ruprecht
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Der Stromverbrauch der Schweiz im Jahr 2014 ist um 3,1% zurückgegangen. Ausserdem wurde mehr Strom produziert als verbraucht. Ein Ansporn die riskantesten Atomkraftwerke abzustellen?

Das Bundesamt für Energie vermeldet einen reduzierten Stromverbrauch für das Jahr 2014. Der Inlandverbrauch sei auf 61.8 Milliarden Kilowattstunden (Mrd kWh) gesunken. Zudem haben die einheimischen Kraftwerke 1.9% mehr Strom erzeugt. Damit wurden 5.5 Mrd kWh Überschuss  produziert.

Dass der Stromverbrauch in der Schweiz im Jahr 2014 deutlich gesunken ist, freut den WWF Schweiz ausserordentlich. Es war zwar das wärmste Jahr seit Messbeginn mit einem äusserst milden Winter, was sicher einen Teil zu diesem Stromrückgang beigetragen hat. Gleichzeitig wuchs die Wirtschaf deutlich und die Bevölkerung nahm zu. Unter dem Strich zeigt diese Resultat aber, dass der Stromverbrauch nicht laufend steigen muss. «Deshalb sind ehrgeizige Stromeffizienzziele, wie sie in der Energiestrategie diskutiert werden, realistisch und sinnvoll», sagt Elmar Grosse Ruse, Energieexperte beim WWF Schweiz.

Die Schweiz hat im 2014 viel weniger Strom verbraucht als sie produziert hat. Anstatt aber grosse Mengen Strom ins Ausland zu exportieren, fordert der WWF, dass die ältesten und riskantesten Atomkraftwerke Mühleberg und Beznau I jetzt abgestellt werden.

1 Kommentar

  • Markus Alder

    Der Stromverbrauch sinkt nicht allein wegen des milden Winters, wichtigster Grund ist die wirtschaftliche Entwicklung. Seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 zeigt sich europaweit ein Rückgang der industriellen Wertschöpfung mit dem entsprechenden Verbrauchsrückgang. Der Haushaltstromverbrauch wächst durch die steigende Anzahl elektrischer Geräte weiter. In der Schweiz kommt noch die rasant wachsende Bevölkerung dazu (in Deutschland und weiter östlich schrumpft die Bevölkerung, ebenso wie in Italien und Griechenland).
    Die meisten EU- Länder erreichten das Verbrauchsmaximum 2008, die Schweiz erst 2010.
    2010 betrug der Landesverbrauch 64278 Gigawattstunden (GWh), 2014 noch 61787 GWh, die Bevölkerung ist in dieser Zeit auf über 8 Millionen angewachsen! Entsprechend ist der Verbrauch pro Kopf krisenbedingt gesunken.
    Das „Wachstum“ der vergangenen Jahre beschränkt sich auf die öffentliche Verwaltung, die Gesundheitskosten und die Immobilienblase. Gesund ist das nicht!

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