Laubwald

Schweizerinnen und Schweizer schätzen den Wald

  • Manuela Just
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Eine repräsentative Umfrage zeigt: Die Menschen in der Schweiz gehen häufig in den Wald und schätzen die vielfältigen Leistungen des Waldes für die Gesellschaft. Der Schutz des Waldes und das Rodungsverbot sind ausserordentlich gut verankert.

Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL hat im Auftrag des Bundesamts für Umwelt BAFU die Schweizer Bevölkerung zu ihren Ansprüchen an den Wald befragt. Im Rahmen der Bevölkerungsumfrage «Waldmonitoring soziokulturell» untersucht sie die Einstellung der Bevölkerung, ihr Verhalten und ihr Wissen bezüglich waldspezifischer Themen. Gut 300 Personen in der Schweiz wurden Befragt. Gleichzeitig hatte der Kanton Aargau die WSL beauftragt, die Einstellung der Aargauer Bevölkerung zum Wald vertieft zu untersuchen.

Die Umfragen haben ergeben, dass die Befragten im Wald entspannen können,  Mischwälder mit Lichtungen besser gefallen als dunkle Wälder mit dichtem Bestand und Waldgebiete mit Bächen oder Teichen sehr beliebt sind. Für ihre Freizeitaktivitäten im Wald sind Erholungssuchende oft auf eine gewisse Infrastruktur im Wald angewiesen. Naturlehrpfade, Feuerstellen, Waldhütten und Unterstände, Bänke und Spielplätze sind besonders beliebt. Im Vergleich zur Umfrage 1997 führen die unterschiedlichen Freizeitnutzungen jedoch häufiger zu Konflikten.

Die früher vorherrschende Angst, der Wald könnte bald grossflächig absterben, ist mittlerweile einer eher optimistischen Einschätzung gewichen. In 2006 waren in der Schweiz rund 31 Prozent der Landschaftsfläche bewaldet. Gerade richtig bzw. eher zu wenig finden die Befragten. 85 Prozent stimmen dem Rodungsverbot zu. Die Schweizer Bevölkerung Schätzt die vielfältigen Leistungen des Waldes und ist zudem der Meinung, dass diese Leistungen zugunsten der Allgemeinheit etwas kosten dürfen.

Weitere Informationen

www.bafu.admin.ch

www.wsl.ch

Bild: Hedwig Storch (Wikimedia Commons)

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