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Schweizer Gärten könnten naturnaher sein

  • Nicole Wabersky
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Gärten dienen vielen Vögeln als Lebensraum, sofern sie naturnah angelegt sind. Dieses Fazit zieht der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz aus der diesjährigen Aktion „Stunde der Gartenvögel“.

Am Wochenende vom 9. bis am 11. Mai rief der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz in Zusammenarbeit mit Coop Bau & Hobby die Bevölkerung auf, eine Stunde lang im Garten oder einem Park alle Vögel zu bestimmen und aufzuschreiben. Jetzt sind die Daten ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Gärten eine wichtige Rolle für Vögel spielen können – vorausgesetzt, sie sind entsprechend gestaltet.

In den 660 untersuchten Gärten oder Parkanlagen zählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer insgesamt 104 Vogelarten mit mehr als 22’300 Individuen. Die Besitzer der vogelfreundlich gestalteten Gärten konnten innerhalb einer Stunde mehr als 30 Vogelarten beobachten. Bei den für Vögel wenig attraktiven Gärten waren es nur 3 oder 4 Arten.

Die drei häufigsten Arten waren die Amsel, die in 83,9 Prozent aller Gärten entdeckt wurde, die Kohlmeise (74,5 Prozent) und der Haussperling (70,2 Prozent). Betrachtet man die Zahl der gesichteten Individuen, ist jedoch der Haussperling der Gewinner (total 3528 gezählte Vögel). Es folgt der Mauersegler (1891) und die Amsel (1745). Insgesamt 21 seltene Arten wurden in den strukturreichsten Gärten beobachtet, so zum Beispiel der Wendehals, der Gartenrotschwanz oder der Fitis.

Der für Vögel ideale Garten enthält alte Bäume, einheimische Sträucher, ein Stück Blumenwiese und eine Wasserstelle. Auch weitere Kleinstrukturen wie Asthaufen, Steinmauern oder unbewachsene Stellen sind wichtig. Nistkästen sind ein zusätzlicher positiver Faktor. Diese Strukturen bieten den Vögeln Nahrung, Wasser zum Trinken und Baden, sichere Verstecke und Nistmöglichkeiten. Die Gärten mit der grössten Vielfalt, in denen mehr als 30 Vogelarten beobachtet wurden, liegen laut Mitteilung in Hochfelden (ZH), Lugano (TI), Wasen im Emmental (BE), Veltheim (AG), Corsier (GE), Bex (VD) und Genf (GE).

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