Schweizer Feldhasen bedroht

  • Caroline Nienhuis
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feldhase_vowaWie WWF Schweiz berichtete, hat die Zahl der Schweizer Feldhasen weiter abgenommen und in gewissen Gebieten sogar einen Rekord-Tiefstand erreicht.

Feldhasen leben überwiegend auf Äckern und Wiesen im Mittelland und sie werden immer rarer. In den 70er Jahren lebten beispielsweise im Solothurner Aaregebiet noch bis zu 65 Hasen pro Quadratkilometer, heute sind es in den untersuchten Gebieten maximal nur noch 16. Schweizweit ist der Bestand auf durchschnittlich 2,7 Hasen pro Quadratkilometer gesunken. In gewissen Gebieten gibt es mittlerweile ein Rekord-Tief von 1,5 Hasen. Das ist dramatisch, denn bereits eine Dichte von 2 bis 6 Hasen gilt unter Experten als „kritisch“.

Die Gründe für den Rückgang: Zunehmend bedrängen Strassen, Siedlungen und Industrieanlagen den Lebensraum der Feldhasen. Jährlich fallen hunderte von Hasen dem Strassenverkehr zum Opfer. Aber auch die intensive Landwirtschaft bedroht den Feldhasen da wichtige Kleinstrukturen, die ihm als Versteck dienen, vielerorts verschwunden sind. Im Gegensatz zu Kaninchen graben Feldhasen keinen Bau und Jungtiere sind Hunden, Füchsen oder Greifvögeln oft schutzlos ausgeliefert. Auf den Äckern werden sie zudem Opfer von den immer grösser werdenden Mähdreschern. Gemäss Kurt Eichenberger, Projektleiter für Biodiversität vom WWF Schweiz, braucht es mehr Versteckmöglichkeiten und Nahrungsquellen für den Feldhasen, zum Beispiel in Form von neuen Hecken oder Ackersäumen mit Wildkräutern.

WWF Schweiz

WWF Schweiz Biodiversität

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