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Es wird mehr biogene Abfälle entsorgt als bisher angenommen.

Schweizer entsorgen mehr biogene Abfälle als gedacht

  • Amanda Buol
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In 368 Kompostier- und Vergärungsanlagen in der Schweiz und in Liechtenstein werden jährlich insgesamt 1.26 Millionen Tonnen biogene Abfälle verwertet. Das ist deutlich mehr als bisher geschätzt wurde. In einer Studie hat das Bundesamt für Umwelt BAFU erstmals diese Zahlen erhoben.

In der Schweiz und Liechtenstein existieren mehr Anlagen zur Behandlung biogener Abfälle als bisher geschätzt wurde. Wie das BAFU schreibt, werde in den insgesamt 368 Kompostier- und Vergärungsanlagen bis zu 1.26 Millionen Tonnen biogene Abfälle pro Jahr verwertet. Dies entspricht mehr als 154 Kilo pro Einwohnerin und Einwohner.

Es werden auch deutlich mehr biogene Abfälle gesammelt und verwertet als bisher angenommen. Die bisherigen Schätzungen lagen bei 250 Anlagen und 990‘000 Tonnen pro Jahr. Dies zeigt eine neue Studie des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), für die erstmals die Kantone direkt befragt wurden.

Der überwiegende Teil der Produkte aus allen Anlagen wird in der Landwirtschaft und im Gartenbau als Kompost und Gärgut eingesetzt. Sie werden als Bodenverbesserer, Erosionsschutzmittel und für die Rekultivierung verwendet.

Gemäss der Biomassen-Strategie des Bundes sollen biogene Abfälle stofflich und energetisch optimal genutzt und Stoffkreisläufe geschlossen werden, wo es ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich tragbar ist.

Noch wird ein grosser Teil der biogenen Abfälle nicht optimal genutzt, da bei der getrennten Bio- und Grünabfallsammlung beachtliches Optimierungspotenzial besteht. Mit einer besseren Nutzung können Nährstoffe, Bodenverbesserer und erneuerbare Energie gewonnen und Umweltbelastungen (Schadstoffe oder Fremdstoffe aus Dünger, Einsatz von fossilen Energieträgern) reduziert werden.

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