© Malte Schmidt [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Schweizer AKWs sind im Falle eines Unfalles unterversichert

  • Kathrin Ruprecht
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Der Bundesrat hat eine Totalrevision der Kernenergiehaftpflichtverordnung verabschiedet. Die neue Verordnung reduziert die Haftpflichtversicherung der Schweizer AKWs wodurch bei einem AKW-Unfall die Bevölkerung die Kosten tragen müssen.

Letzen Donnerstag verabschiedete der Bundesrat die Totalrevision der Kernenergiehaftpflichtverordnung. Diese regelt den Vollzug des Kernenergiegesetzes, das eine Deckungssumme von 1,2 Milliarden Euro (mit heutigem Wechselkurs: rund 1,3 Milliarden Schweizer Franken) pro AKW vorschreibt.

Die heute verabschiedete Verordnung reduziert die Deckung durch Privatversicherer neu auf 500 Millionen Schweizer Franken. Der Rest wird vom Bund übernommen. In Hinblick auf die Alterungsrisiken des Schweizer AKW-Parks mit dem weltweit ältesten AKW (Beznau I) wurde es den Privatversicherern bei diesen 1,2 Milliarden offenbar zu heiss.

Die Haftpflichtversicherung der Schweizer AKW ist angesichts der möglichen Schäden lächerlich tief schreibt die Schweizer Energie Stiftung. Ein GAU kostet gemäss Schätzungen des Bundes zwischen 88 und 8000 Milliarden Schweizer Franken. Die Kosten in Fukushima werden heute mit rund 200 Milliarden Dollar veranschlagt.

Kommt es in der Schweiz zu einem AKW-Unfall, wird die Bevölkerung die Kosten tragen müssen. Aufgrund der fehlenden Versicherungsdeckung kommt die Regelung des Bundesrates einer indirekten Subvention gleich. Atomstrom ist und bleibt künstlich verbilligt.

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