Schweiz will mehr Umwelt-Engagement

  • Barbara Darani
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klima4Die Schweizer Bevölkerung fordert laut einer Umfrage von den Behörden mehr Engagement für den Umweltschutz, heisst es im Univox-Umwelt Bericht 2008. Energiesparen, Schutz vor Klimaveränderungen und die Verringerung schädlicher Abgase aus Heizung, Industrie und Autos stehen an erster Stelle der umweltpolitischen Anliegen, schreibt das federführende Forschungsinstitut gfs-zürich. Jeweils rund zwei Drittel der Befragten forderten hier ein stärkeres Engagement. Gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2005 ist die Forderung an die Behörden, mehr für die Umwelt zu tun, deutlich gestiegen. Besonders stark ist die Steigerung in den Bereichen Energiesparen, Natur- und Landschaftsschutz sowie Zersiedelung. Gegenüber 2005 rückläufig ist einzig die Forderung nach vermehrtem Schutz vor den Risiken der Gentechnologie. 51 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind für eine Umverteilung von öffentlichen Geldern zugunsten des Umweltschutzes, 41 Prozent sind dagegen. Gespart werden soll vor allem in den Bereichen Landesverteidigung und Strassenbau. Auch der Anteil der Bevölkerung, der persönlich etwas zum Umweltschutz beitragen will, ist gestiegen. Die Studie führt die zunehmende Sensibilisierung für die Umwelt in erster Linie auf die Vorherrschaft von Umwelt- und Energiethemen in den letzten Jahren zurück.

Die Umweltproblematik hat – wie der Angstbarometer 2008 von gfs-zürich zeigt – auch im Vergleich mit anderen Bedrohungen stark an Bedeutung gewonnen. Sie steht erstmals wieder seit 1995 an erster Stelle der Bedrohungswahrnehmung. Als besonders bedrohlich wird der Treibhauseffekt und der Temperaturanstieg wahr genommen.

gfs-zürich
klimainfo.ch

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