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Schweiz setzt grüne Politik um

  • Eliane Küpfer
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An der bislang grössten je durchgeführten Konferenz der Vereinten Nationen im Juni 2012 in Rio de Janeiro (Brasilien) beschlossen die Staaten, die Grüne Wirtschaft auf die internationale Agenda zu setzen und Ziele für eine Nachhaltige Entwicklung zu formulieren. Die Grüne Wirtschaft ist eines der wichtigsten Werkzeuge im Kontext der Armutsbekämpfung, damit die Menschen sich nachhaltig entwickeln können, schreibt das BAFU.

Ein Jahr danach werden in der Schweiz Änderungen des Umwelt- schutzgesetzes zugunsten einer Grünen Wirtschaft vorbereitet. Gestützt auf den Aktionsplan Grüne Wirtschaft schlägt der Bundesrat vor, den Ressourcenverbrauch der Schweiz auf ein naturverträgliches Mass zu reduzieren. In Rio wurde zudem ein Zehnjahresprogramm für nachhaltiges Konsum- und Produktionsverhalten verabschiedet. Die Schweiz ist als Mitglied des Steuerungsgremiums bei der Umsetzung dieses Programms massgeblich beteiligt.

An der Konferenz Rio+20 wurde die zentrale Rolle der nationalen Umsetzungsstrategien und der lokalen Akteure betont. Sie sind besonders wichtig um der Nachhaltigen Entwicklung neuen Schub zu verleihen. Somit sehen sich auch die Kantone, Städte und Gemeinden durch Rio+20 in ihrem Engagement bestätigt und verstärken ihre Anstrengungen namentlich in den Bereichen der öffentlichen Beschaffung, der Energie, der Raumentwicklung und des nachhaltigen Bauens.

Schliesslich wurde an der Rio+20-Konferenz auch beschlossen, die an der ersten Rio Konferenz 1992 eingesetzte, aber wenig erfolgreiche Kommission für eine Nachhaltige Entwicklung durch ein universelles hohes politisches Forum für eine Nachhaltige Entwicklung zu ersetzen und das UNO-Umweltprogramm (UNEP) zu stärken. Zu diesem Zweck wurde die universelle Mitgliedschaft bei UNEP eingeführt. Am letzten Treffen von UNEP im Februar 2013 in Nairobi konnten deshalb erstmals alle Staaten teilnehmen.

Bild: Aliencow [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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