Schweiz schränkt Insektizide ein

  • Eliane Küpfer
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Analog zur EU sieht das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) vor, die Bewilligung für drei Insektiziden der chemischen Gruppe der Neonicotinoide zu suspendieren. Nachdem die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine Beurteilung der Bienengefährlichkeit von drei Wirkstoffen (Imidacloprid, Clothianidin und Thiametoxam) veröffentlicht hat, wurde das BLW mit einer Situationsanalyse beauftragt. Laut BLW stellen diese Pflanzenschutzmittel bei vorschriftsgemässer Verwendung zwar kein unannehmbares Sicherheitsrisiko für Bienen dar, jedoch erachtet selbst das BLW die Sicherheitsmarge als klein.

Greenpeace Schweiz begrüsst diesen Schritt, kritisiert jedoch das BLW, da es noch immer ignoriert, „dass selbst geringste Dosen dieser Wirkstoffe für Bienen schädlich sind», so Marianne Künzle, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace Schweiz. Der Bienenschutz stehe und falle mit der der konkreten Umsetzung. Und die sei vom BLW bis jetzt noch nicht vollumfänglich definiert worden.

Wie Naturschutz.ch berichtete hatte Greenpeace im Februar, zusammen mit Imkern aus der ganzen Schweiz, den Behörden in Bern eine Petition zum Schutz der Bienen überreicht. Über 80’000 Menschen unterstutzten die Forderungen von Greenpeace.

Bild: Matthias Kabel  [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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