Fuchs Raubtier

Schweiz ist Vorbild bei Pelzkennzeichnung

  • Eliane Küpfer
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In der Schweiz wurde im Dezember 2012 eine Verordnung zu neuen Kennzeichnungspflichten für Pelz und Pelzprodukte erlassen. Wie VIER PFOTEN bekannt gab, müssen zukünftig Pelzprodukte mit klaren Angaben zu Tierart, geographischer Herkunft und Haltungs- bedingungen der Tiere versehen sein.

Diese Verordnung gilt ab 1. März 2013, den Herstellern wird aber eine Übergangsfrist von einem Jahr eingeräumt, wie Naturschutz.ch berichtete. In diesem Bereich ist die Schweiz damit internationaler Vorreiter und ein Vorbild für andere europäische Länder. Eine Meinungsumfrage in Österreich zeigt den deutlichen Wunsch nach einer aussagekräftigen Kennzeichnung für Pelzmode.

Pelzfarmen gibt es in der Schweiz aufgrund hoher gesetzlicher Auflagen schon lange nicht mehr. Dennoch wird auch in der Schweiz wieder vermehrt Mode mit Pelzanteilen verkauft, die aus tierquälerischer Haltung stammen. Die internationale Pelzbranche jubelt in diesen Tagen über enorm gestiegene Umsatzzahlen. Die Deklarationspflicht für Pelze ermöglicht tierfreundlichen Eidgenossen eine bewusste Entscheidung gegen Pelzware und ist somit nachahmenswert.

„Pelz ist immer mit grossem Tierleid verbunden, dies wird die neue Deklarationspflicht deutlicher machen. VIER PFOTEN ist zuversichtlich, dass sich die Schweizer Konsumenten in Zukunft an der Ladentheke öfter gegen fragwürdige Pelzprodukte entscheiden“, erläutert Corinne Abplanalp, Kampagnenleiterin bei VIER PFOTEN Schweiz. Doch VIER PFOTEN geht noch einen Schritt weiter und fordert für ein europaweites Handels- und Importverbot für Felle und Pelzprodukte ein, wie Naturschutz.ch berichtete.

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