Schweiz im UNESCO-Welterbekomitee

  • Silvan Kaufmann
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gletscher2Die Schweiz ist gestern Abend mit einer deutlichen Stimmenzahl in das UNESCO-Welterbekomitee gewählt worden. Die Wahl erfolgte an der alle zwei Jahre stattfindenden Generalversammlung der 186 Vertragsstaaten der  Welterbekonvention in Paris. Von den insgesamt 21 Sitzen im Komitee mussten 12 neu besetzt werden, 29 Vertragsstaaten hatten dafür kandidiert.

Während der nächsten vier Jahre wird sich die Schweiz im UNESCO-Welterbekomitee für den Schutz des Kultur- und Naturerbes der Menschheit einsetzen.  Das deutliche Wahlergebnis ist für die Schweiz ein Vertrauensbeweis und Verpflichtung zugleich für ihre Aktivitäten zugunsten der internationalen Gemeinschaft sowie zur Umsetzung der Welterbekonvention.

Seit einigen Jahren gewinnt das Welterbe in der Schweiz mit der Einschreibung weiterer Stätten auf der Welterbeliste an Bedeutung. Damit verbunden hat die Schweiz ihren Beitrag zur Umsetzung der Welterbekonvention intensiviert und internationale Tagungen und Workshops mit Experten organisiert. Dieses Jahr findet auf Einladung der Schweiz vom 10.-13. November im Lavaux (VD) ein internationales Treffen von UNESCO-Experten statt. Erarbeitet werden konkrete Massnahmen, um die Professionalisierung im Umgang mit Welterbe durch Ausbildung zu verstärken.

Die Schweiz will ihre technischen Fachkenntnisse, ihre Erfahrung und ihr Know-how in die Entscheide im Welterbemanagement, im Monitoring, in der internationalen Unterstützung und in partizipative Prozesse einbringen. Seit Jahren leistet die Schweiz in der Entwicklungszusammenarbeit u.a. auch finanzielle Unterstützung für den Schutz und die Wiederherstellung von Welterbegütern, z.B. in San’a, der Hauptstadt Jemens, im bulgarischen Pirin-Nationalpark und in Angkor, Kambodscha.

BAFU

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